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VonInga

Austauschtreffen Prävention sexualisierte Gewalt

Das zweite Austauschtreffen zur Weiterentwicklung von Präventionskonzepten der Jugendverbände steht an.

Gemeinsam wollen wir mit Euch an das letzte Treffen (November 2018) anknüpfen und weiter zum Thema Prävention von sexueller und sexualisierter Gewalt diskutieren und uns darüber hinaus gemeinsam über Eckpunkte und Inhalte von Präventions- und Interventionskonzepten austauschen und diese erarbeiten.

Das Treffen findet am 15. Oktober 2019 von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr im Saal des „einewelthaus“ in Magdeburg (Schellingstraße 3-4, 39104 Magdeburg) statt und richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Mitgliedsverbände des KJR LSA. In diesem Jahr haben wir als Ring das Treffen in Kooperation mit der Servicestelle Kinder- und Jugendschutz und der Evangelischen Jugend Mitteldeutschland für euch geplant und organisiert. 

Bitte meldet Euch bis zum 08.10.2019 online an: http://kjrlsa.de/PSG

Geplanter Ablauf

10:30 Uhr – Begrüßung und inhaltlicher Einstieg
11:00 Uhr – Diskussionstische zu einzelnen Bausteinen von Präventionskonzepten
12:30 Uhr – gemeinsame Mittagspause
13:00 Uhr – Diskussionstische zu einzelnen Bausteinen von Präventionskonzepten
14:15 Uhr – Klärung offener Fragen & gemeinsame Auswertung
15:00 Uhr – Ende

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt.

VonPhilipp

Jugenden

Bild und Wirklichkeit der „Jugend“

bedrohliche Jugend

Über „die Jugend“ und insbesondere „die Jugend von heute“ gibt es einen Haufen wenig schmeichelhafter Urteile. Doch kann man überhaupt sinnvoll von „der Jugend“ sprechen?

„Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt mehr vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer.“

Sokrates zugeschrieben

Schon vor fast 2.500 Jahren soll sich der griechische Philosoph Sokrates – dem selbst vorgeworfen wurde, die Jugend zu verderben – mit diesen Worten über die „Jugend von heute“ ausgelassen haben. Auch wenn heute klar ist, dass das Zitat nicht von Sokrates stammt, sondern ihm bloß in einer Dissertation zugeschrieben wurde, verdeutlicht es, dass die Klage über die Jugend nicht neu ist, immerhin ist diese Dissertation selbst bereits über 100 Jahre alt (Quelle). Das Bild vieler Erwachsenen von jungen Menschen scheint also einer Art systematischer Verzerrung zu unterliegen und nicht besonders zuverlässig zu sein. Was wissen wir aber dann über die Jugend?

Generation X – Y- Z

Die Diskussion um die „Jugend von heute“ ist, sofern sie über Klagen hinaus geht, stark geprägt von der Diskussion um die „Generation Y“ und neuerdings die „Generation Z“.

Die Generation Y (>why<) soll die Generation derer sein, die zwischen den frühen 1980er Jahren und den späten 1990er Jahren geboren wurden. Sie gilt als eine Generation von gut ausgebildeten jungen Menschen, die nach Selbstverwirklichung und einer Arbeit voller Sinn suchen und sich dabei flexible Arbeitsbedingungen wünschen, damit sie Freizeit und Arbeit besser vereinbaren können (mehr bei wikipedia).

Die Generation Z soll dagegen die Generation der zwischen 1997 und 2012 sein. Während die Angehörigen, die der Generation Y angehören, erst im jungen Jugendalter mit digitalen Techniken in Berührung kam, waren Internet, Smartphones usw. für Generation Z von Anfang an präsent. Auch die Bedingungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt waren/sind für Generation Y und Z verschieden.

Vielleicht auch mit Blick auf die Erfahrungen, die die Generation Y mit flexiblen Arbeitszeiten gesammelt hat, heißt es von der Generation Z, dass diese daran wenig Interesse habe. Sie sehe darin vielmehr ein Einfallstor für viel (und ggf. unbezahlte) Arbeit und wolle eine klare Trennung von Arbeit und Freizeit (mehr bei wikipedia).

Sieht man sich die Informationen an, die zu den beiden Generationen verbreitet werden, fällt auf, dass es sich vor allem um Typisierungen für Marketing und Arbeitsmarkt halten: was wollen diese jungen Menschen kaufen, wie wollen sie arbeiten?

Hinzu kommt, dass der Blick auf diese Generationen selektiv ist: nicht alle angehörigen dieser Alterskohorte sind gleichermaßen von Interesse. In den Blick geraten vor allem die zukünftigen Führungskräfte und zahlungskräftigen Kund*innen. Der Jugendforscher Bernhard Heinzelmaier spricht deswegen von einem „Marketing-Gag der Berater-Branche“, die viel beschworenen Eigenschaften der Generation Y träfen „nur für eine kleine Minderheit des Alterssegments zu, nämlich auf die 15 Prozent der Arbeitsmarktelite. Das ist das Performer-Milieu der Leute, für die sich McKinsey interessiert. Die junge Frau an der Kasse vom Penny-Markt gehört nicht zur Generation-Y. Die sucht keinen Sinn bei ihrer Arbeit – da würde sie ja verrückt. Sie weiß, dass sie nie Karriere machen wird. Und die Frage nach der Work-Life-Balance stellt sich ihr auch nicht.“ (Quelle)

Wenn sich aber nur schwer Aussagen über ganze Generationen machen lassen: was lässt sich dann sagen?

Herausforderungen des Jugendalters

Auch wenn Aussagen sich nicht auf alle Angehörigen einer Generation ausweiten lassen, gibt es etwas, dass junge Menschen einer Generation miteinander verbindet: sie sind zur gleichen Zeit Teil der Lebensphase Jugend. Diese mag nicht natürlich und ahistorisch sein, aber sie ist gegenwärtig fest institutionalisiert. Dabei ist sie zwar einerseits eine eigenständige und vollwertige Lebensphase – deren Zweck also nicht ein bloßer „Durchgang“ ist – gleichzeitig ist Jugend aber auch ein „sozialer Integrationsmodus“. Und sie konfrontiert junge Menschen mit drei Kernherausforderungen: Qualifizierung, Selbstpositionierung und Verselbstständigung (15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung).

Diesen Herausforderungen begegnen die verschiedenen Generationen – zumindest hierzulande – vor einem gemeinsamen geschichtlichen Hintergrund. Es macht eben einen Unterschied, ob die eigenen Kindheit bereits vom Smartphone und Internet geprägt wurde oder ob diese erst im Jugendalter kennen gelernt wurden, ob während des Aufwachsens Krisen und Arbeitslosigkeit alltäglich sind oder kaum gekannt werden.

Die Grenze allgemeiner Aussagen über eine Generation liegen also nicht in deren gemeinsamen Erfahrungen, sondern in den Verschiedenheiten des Aufwachsens und den verschiedenen Wegen die Herausforderungen des Jugendalters zu bewältigen. Es macht eben auch dann einen Unterschied, ob in in Hamburg oder in Mansfeld-Südharz und wo dort genau man aufwächst. Ob man als Mädchen*, Junge* Trans* oder Inter* groß wird. Ob die eigenen Eltern reich oder arm sind oder irgendwo dazwischen liegen. Ob man bei den Eltern aufwächst, oder einem Elternteil oder ganz wo anders. Oder man Geschwister hat oder nicht. Es macht einen Unterschied, auf welche Schulen man geht, welcher Jugendkultur man sich anschließt oder nicht, ob man Angebote der Jugend(verbands)arbeit vorfindet oder nicht usw. usf.

Und all das beeinflusst sich auch gegenseitig. Und zum Schluss gilt für junge Menschen genau wie für Erwachsene: sie sind Individuen die vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen und Wünsche, der an sie gestellten Herausforderungen und vor dem Hintergrund ihrer Möglichkeiten Entscheidungen treffen. Mal solche und mal solche. Deswegen lässt sich sinnvoll nur von Jugend in der Mehrzahl sprechen: eben von Jugenden (Albert Scherr).

Sie alle brauchen gute Rahmenbedingungen und die Jugendhilfe soll ihnen alle helfen zu „eigenständigen und gesellschaftsfähigen Persönlichkeiten“ (§1 SGB VIII) zu werden, dazu muss aber im Blick behalten werden, dass solche Rahmenbedingungen eben nicht allen jungen Menschen gleich zur Verfügung stehen und ihnen die gleichen Möglichkeiten bieten.

Mehr zum Thema Jugenden findet sich übringens im gleichnamigen Eintrag von Albert Scherr in Albert Scherr (Hrsg.): Soziologische Basics – Einführung für Pädagogen und Pädagoginnen. VS Verlag für Sozialwissenschaften.

VonPhilipp

Zukunft sichern: Jugendarbeit vor Ort retten!

Die Situation der Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten jahrzehnten stetig verschlechtert. Viele pfeifen aus dem letzten Loch. Die Landesregierung hat in den letzten zwar Jahren zwar schon manches verbessert. Die Schritte reichen aber leider noch nicht aus. Unterstützt unsere Petition zur Rettung der Jugendarbeit.

VonInga

Jugendarrest abschaffen

Als Ring haben wir im Rahmen der Anhörung am 07.06.2019 zum Gesetzesentwurf der Landesregierung zur Regelung des Vollzugs des Jugendarrestes (Landtagsdrucksache Nr. 7/3859) und zum Antrag der Fraktion DIE LINKE (Landtagsdrucksache Nr. 7/1852) Stellung genommen.

Wir lehnen den Jugendarrest grundsätzlich ab. Aus unser Sicht ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die jungen Menschen in den Blick nimmt, zielführender, um diesen eine Lebensperspektive ohne weitere Straftaten zu eröffnen. Da die grundsätzliche Abschaffung des Jugendarrestes allerdings in die Zuständigkeit des Bundes fällt, bitten wir die Landesregierung, sich auch auf Bundesebene für dieses Ziel einzusetzen.

Zuständig ist das Land dagegen für die Regelung, dass Schulversagen in letzter Konsequenz ebenfalls zu Jugendarrest führen kann. Hier besteht Handlungsbedarf: Junge Menschen gehören in die Schule, nicht in den Arrest. Wir haben daher die Regierungsfraktionen aufgefordert, das Schulgesetz entsprechend zu ändern.

Bis zur Abschaffung des Jugendarrests fordern wir im Rahmen unserer Stellungnahme drei wesentliche Punkte:

  1. die pädagogische Ausgestaltung des Jugendarrestes und die Einbindung externer Partner*innen
  2. die Wahrung der Rechte junger Menschen im Jugendarrest
  3. die wissenschaftliche Überprüfung bzw. eine Evaluation des Jugendarrestes

Ausführlich nachlesen könnt ihr die unterschiedlichen Punkte in unserer Stellungnahme zu den Drs. 7/3859 und Drs. 7/1852

VonInga

85 Teilnehmende bei der Fachtagung: offene Jugendarbeit

Impuls von Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt

Die Fachtagung „offene Jugendarbeit“ die am 15.05. im KJH HOT-Alte Bude in Magdeburg/Bukau stattfand, war gut besucht. Insgesamt waren 85 Personen vor Ort – ursprünglich geplant waren 40. Diese lauschten zuerst dem fachlichen Impuls von Prof. Peter-Ulrich Wendt (Hochschule Magdeburg-Stendal) unter dem Thema: „Offene Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt: Herausforderungen und Chancen“. Seine Erkenntnisse und Ausführung untersetzte er zudem mit konkreten Beispielen aus der Praxis Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt nahm dabei z.B. Bezug auf eher quantitative statt qualitativ ausgerichtete Jugendhilfeplanung oder auf ungleiche Strukturen der Förderung der offenen Arbeit.

Workshop 4: Mit dem Mitarbeiter*innentaxi unterwegs: Offene Arbeit in ländlichen Räumen

Anschließend erfolgte der Fachaustausch in den unterschiedlichen thematischen Workshops. Hier ging es um versteckte Kommunikation, Partizipation in den Einrichtungen offener Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendarbeit im ländlichen Raum sowie den Spagat zwischen fachlichem Anspruch und Selbstausbeutung.

Intensiv diskutiert wurde ebenfalls im FORUM Offene Arbeit in Sachsen-Anhalt, was sie leistet, was sie braucht. An der Diskussion teil nahmen Tobias Krull (MdL CDU), Kristin Heiß (MdL DIE LINKE), Cornelia Lüddemann (MdL B90/DIE GRÜNEN) sowie Isolde Hofmann (Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration) und Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt (Hochschule Magdeburg-Stendal). Ausgehend vor der Frage: Was die Offene Kinder- und Jugendarbeit leistet kamen die Diskussionsteilnehmenden schnell auf die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen zu sprechen.

Teilnehmende am FORUM „Offene Arbeit in Sachsen-Anhalt – Was sie leistet; was sie braucht“

Die Fachkräfte schilderten dabei sehr eindrücklich ihre Arbeitssituation. Eine Fachkraft berichtete, dass ihr im Schnitt nur 8,5 Minuten pro Besucher*in des Jugendzentrums bleiben. Das Sozialpädagogische Arbeit unter diesen Voraussetzungen nur sehr schwer möglich ist, war allen deutlich. Diskutiert wurde daher auch über konkrete Lösungsansätze z.B. die Bindung der Landesförderung an fachliche Standards, die Einführung eines Flächenfaktors, die Berücksichtigung von Investitionskosten oder die Sensibilisierung von Politiker*innen jenseits der Fachpolitiker*innen z.B. den Finanzer*innen für die Bedarfe der offenen Arbeit.

Re­al­sa­ti­re von und mit Lars Johansen

Am Ende der Fachtagung stand eine guten und kurzweiligen Zusammenfassung des Vormittages von Lars Johansen – bei der die Teilnehmenden unter anderem gelernt haben, dass das mit den unterschiedlichen (Geld-)Töpfen alles nicht so ganz stimmen kann, denn auf dem Teller kommt es am Ende immer alles wieder zusammen. Das Schlusswort übernahm Fabian Pfister (Vorsitzender des KJR LSA) der die Tagung in die aktuell laufende jugendpolitischen Prozesse einordnete und einen kurzen Einblick in die darüber hinaus geplanten Aktivitäten des Rings und seiner Partner*innen gab.

Auch die Auswertung der Feebackbogen ergab ein deutliches Ergebnis. Auf die Frage: Sollten aus Ihrer Sicht weitere Fachtagungen speziell für Mitarbeiter*innen der offenen Jugendarbeit angeboten werden? Antworteten alle, die einen Bogen ausgefüllten, mit ja.

Weitere Bilder der Fachtagung

Bei der Fachtagung handelte es sich um eine Fachtagung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V., der Internationaler Bund IB Mitte gGmbH, dem Deutschen Roten Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., der Evangelischen Jugend der EKM, Miteinander e.V. und der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Die Fachtagung wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt und durch das Engagement der beteiligten Träger und die Zurverfügungstellung ihrer Ressourcen ermöglicht

Fotos: Evangelische Jugend der EKM / KJR LSA

VonInga

gute kommunale Jugendpolitik

Im Rahmen der Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt entscheiden die Bürger*innen, darunter auch zahlreiche junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, über Vertreter*innen und Programme, die maßgeblich für die Gestaltung der Kommunalpolitik der nächsten fünf Jahre sein werden. Die sogenannte kommunale Ebene ist dabei in besonderem Maße der „Ort”, an dem junge Menschen aufwachsen, sich entwickeln, bilden und perspektivisch auch in die Ausbildung gehen und arbeiten werden. Um jungen Menschen in diesem Sinne gute Bedingungen zum Aufwachsen bieten zu können, braucht es eine gute Jugendpolitik in Kommunen, Landkreisen und Städten. Wir rufen daher dazu auf, folgende Anforderungen an eine gute Jugendpolitik auf kommunaler Ebene zu beachten und in die Diskussionen zur Kommunalwahl und in den nächsten fünf Jahren in die Kommunalpolitik in Sachsen-Anhalt einzubringen.

Als Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. haben wir uns im Vorfeld sowie auf unserer Mitgliederversammlung 2019 intensiv damit befasst was für eine gute kommunale Jugendpolitik wichtig ist. Aus den Ergebnissen ist eine Broschüre entstanden die wir euch hier zum Download bereit stellen.

VonInga

Vereinbarung zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe

zwischen dem Kultusministerium (MK), dem Ministerium für Arbeit und Soziales (MS) und dem Kinder- und Jugendring Sachsen- Anhalt e.V. (KJR LSA)

Präambel

Der gesetzliche Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule und die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe gemäß SGB VIII stimmen in ihren grundlegenden Zielsetzungen überein. Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe –nachfolgend Jugendhilfe*- sollen die Persönlichkeit junger Menschen stärken und sie zu eigenverantwortlichem Handeln sowie auf die Wahrnehmung von Aufgaben für die Gemeinschaft vorbereiten und hierzu befähigen. Beide Professionen leisten dabei mit ihren spezifischen Ressourcen und Kompetenzen einen wesentlichen Beitrag, um die Lebens- und Lernsituation von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern.

Grundlage der Arbeit beider Bereiche sind die Individualität und damit auch die unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse junger Menschen. Der Ansatz der Inklusion nimmt diese Vielfalt auf, wertschätzt sie und setzt sich eine Gesellschaft zum Ziel, in der jeder Mensch als Teil der Gemeinschaft (Klasse, Jugendgruppe) anerkannt und respektiert wird. Die Kooperation von Schule und Jugendhilfe muss diesen Gedanken aufgreifen und einen ressourcenorientierten Umgang mit Differenzen entwickeln. Damit nimmt die Kooperation nicht nur einzelne junge Menschen und deren Bedürfnisse und Probleme in den Blick, sondern richtet sich gleichermaßen an die Gesamtgruppe in der Gewissheit, dass die Unterschiedlichkeit der jungen Menschen maßgeblich dazu beitragen kann, Erfolgserlebnisse zu schaffen bzw. kritische Situationen gemeinschaftlich aufzufangen.

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VonInga

KJR LSA beschließt Anforderungen für eine gute kommunale Jugendpolitik

Am Samstag, den 09. März 2019, kamen die Mitglieder des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA) zur 36. Mitgliederversammlung zusammen. Schwerpunkte des Tages waren neben Anträgen, u.a. zu den Themen „Jugendgerechter ÖPNV“ und „Nachhaltigkeit in der Jugend(verbands)arbeit“, die anstehenden Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt, im Rahmen dessen konkrete Forderungen an Politik und Verwaltung beschlossen wurden.

Anna Rether (Vorstandvorsitzende des KJR LSA) dazu: „Gute Jugendpolitik richtet sich an den Interessen von jungen Menschen vor Ort aus, bezieht die gesetzlichen Interessenvertretungen und Selbstorganisationen der Jugendverbände mit ein und macht nicht an Zuständigkeitsgrenzen halt. Eine gute Jugendpolitik vor Ort zu gestalten, heißt, Freiräume zu schaffen und Freizeitmöglichkeiten zu bieten, Rahmenbedingungen der Daseinsvorsorge und Bildung in den Blick zu nehmen, wie auch konkrete Probleme und Herausforderungen für junge Menschen zu identifizieren und anzugehen.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde unter Moderation von Tanja Rußack mit Ver-treter*innen von CDU (Tobias Krull), SPD (Andreas Stepphuhn), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Wolfgang Aldag), DIE LINKE (Kristin Heiß), Landkreistag Sachsen-Anhalt (Michael Struckmeier), Mi-nisterium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt (Isolde Hofmann), KKJR Mansfeld-Südharz (Anne Müller-Steglich), Landesjugendwerk der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (Nicole Krökel), bund evangelischer jugend mitteldeutschland (Rebekka Grotjohann) und der DGB-Jugend (Fabian Pfister) über jugendpolitische Anforderungen der kommunalen Ebenen diskutiert.

Zum Abschluss wurde von den Mitgliedsverbänden ein neuer Vorstand gewählt. Somit sind nach langer Zeit wieder alle sechs Vorstandsposten besetzt.

In den Vorstand gewählt wurden:

  • Anna Rether (Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
  • Fabian Pfister (DGB-Jugend Sachsen-Anhalt)
  • Tanja Rußack (djo Sachsen-Anhalt)
  • Nicole Krökel (Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.)
  • Anne-Kathrin Seiffert (SPORTJUGEND Sachsen-Anhalt)
  • Johannes Schmidt (SJD-Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt)

Beschlüsse der 36. Mitgliederversammlung

D01 Solidarität mit Fridays for Future – eine demokratische Bewegung muss unterstützt werden

M01 Resolution: Jugendverbände

M02 Gute Jugendpolitik für Sachsen-Anhalts Landkreise, Gemeinden und kreisfreien Städte, Prüfsteine zur Kommunalwahl

M04 ÖPNV

M05 Umweltbewusst und nachhaltig in die Zukunft

Alle Beschlüsse finden sich hier.

VonMelanie

Sich selbst in den Facetten der Vielfalt kennenlernen

Unsere Gesellschaft ist vielfältig, verschiedenste Lebensentwürfe, Menschen unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Glaubenszugehörigkeit leben miteinander. 
Vielfalt zu fördern ist ein wesentliches Anliegen des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt e.V., indem sich die verschiedenen Jugendverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. Die Einforderung von Partizipation und Selbstbestimmung junger Menschen, ist im Wesentlichen auch eine Forderung nach Vielfalt. Die Summe der Vielfalt ist unsere Einheit, sie ist strukturgebend für unsere demokratische Grundordnung, denn wie sollte eine Demokratie funktionieren, wenn nicht vielfältige Interessen von vielfältigen Menschen vertreten werden? 

VonMeike

U18-Europawahl am 17. Mai 2019

U18 ist die Wahl für Kinder und Jugendliche, die noch nicht 18 Jahre alt sind. U18 ist von Kindern und Jugendlichen selbst organisiert und bedeutet politische Bildung von jungen Menschen mit und für junge Menschen. U18 ist die Chance für alle, die noch nicht wahlberechtigt sind, ihre politische Meinung zu zeigen.

Dreh- und Angelpunkt einer U18-Wahl sind die Wahllokale. Hier wird nicht nur gewählt. Hier wird die Wahl vorbereitet. Hier passiert politische Bildung. Wahllokale kann es überall geben, wo Kinder und Jugendliche sind: In Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendverbänden, Jugendclubs, Sportvereinen, Bibliotheken, Schulen, Schulclubs. Wahllokale können auf Spielplätzen, Marktplätzen oder Sportplätzen eröffnet werden. Oder in Schwimmbädern, an Bushaltestellen oder im Park. Daher: Jetzt als U18-Wahllokal anmelden unter: www.u18.org

Der U18-Wahltag ist der Freitag genau neun Tage vor einem amtlichen Wahltermin. An diesem Tag sind alle U18-Wahllokale für junge Menschen unter 18 Jahren geöffnet. Kinder und Jugendliche bekommen in ihrem Wahllokal den Stimmzettel für ihren Wahlkreis. Sie machen in der Wahlkabine ihr Kreuz, werfen den Stimmzettel in eine Wahlurne. Und dann dürfen sie auf das Ergebnis gespannt sein. Ab 18 Uhr gibt es die ersten Hochrechnungen und am späteren Abend wird das Endergebnis veröffentlicht.

Träger des U18-Wahlprojektes auf Bundesebene sind das Deutsche Kinderhilfswerk, der Deutsche Bundesjugendring, die Landesjugendringe, viele Jugendverbände und das Berliner U18-Netzwerk.