Kategorien-Archiv Allgemein

VonInga

Fachtagung: offene/mobile Jugendarbeit

Datum: 05. Mai 2020 von 10:00 bis 16:30 Uhr
Ort: Jugend- und Sozialzentrum „Mutter Teresa“, Am Charlottentor 31, 39114 Magdeburg

Fachkräfte der offenen/mobilen Arbeit leisten viel und stehen dabei den Herausforderungen im Alltag oft allein gegenüber. Gleichzeitig kommt die für die Arbeit wichtige kollegiale Beratung, der fachliche Austausch und die regelmäßige Vernetzung der Fachkräfte untereinander zu kurz. Mit der Fachtagung zur offenen/mobilen Jugendarbeit wollen wir hier ansetzen und hierfür einen Raum bieten.

Dabei wird es neben Möglichkeit sich mit Expert*innen in Workshops zu vorher festgelegten Themen auszutauschen, die Möglichkeit geben eigene Themen zu setzen und hierzu mit anderen Fachkräften in die Diskussion zu kommen.

Im Zuge einer Abschlussdiskussion wollen wir mit Politiker*innen, Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen der Frage „Quo vadis: offene Arbeit?“ nachgehen und aufzeigen, was offene Jugendarbeit leistet und was sie wert ist.

Anmeldung

Die Anmeldung ist ab sofort unter: http://kjrlsa.de/FT-offene-Arbeit bis zum 21.04.2020 möglich.

Der Ablauf

Die Organisator*innen und Förderer

Bei der Fachtagung handelt es sich um eine Fachtagung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt, der Internationaler Bund IB Mitte gGmbH, dem Deutschen Roten Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., der Evangelischen Jugend der EKM, Miteinander e.V., dem Paritätischen Jugendwerk Sachsen-Anhalt, dem Jugend und Sozialzentrum Mutter Teresa und der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Die Fachtagung wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt, die Stadt Magdeburg und durch das Engagement der beteiligten Träger und die Zurverfügungstellung ihrer Ressourcen ermöglicht.

Anfahrt zum Jugend- und Sozialzentrum „Mutter Teresa“

Durch die beginnenden Brückenbauarbeiten hat sich die Verkehrsführung zum Jugend- und Sozialzentrum „Mutter Teresa“ geändert.

VonInga

Wer sind die jungen Menschen, die bei der Jugendbefragung zum 7. Kinder- und Jugendbericht mit gemacht haben?

Teil 1 unserer Serie zum 7. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung

Die Landesregierung erstellt ein Mal pro Legislatur einen Kinder- und Jugendbericht (§ 16 Kinder- und Jugendhilfegesetz Sachsen-Anhalt). Der 7. Kinder- und Jugendbericht liegt nun vor und er ist etwas Besonderes. Zum einen setzt er den Schwerpunkt „Jugend“ zum anderen wurden erstmal extra für den Bericht junge Menschen aus ganz Sachsen-Anhalt gefragt. In den nächsten Wochen möchten wir euch Teile aus dem Bericht vorstellen. Da die Jugendbefragung ein zentraler Aspekt ist, fangen wir damit an. Bevor es an die Ergebnisse geht… gehen wir der Fragen nach, wer hat sich da eigentlich genau beteiligt?

Wie alt sind die jungen Menschen, die sich beteiligt haben?

Hierbei handelt es sich um Durchschnittswerte. Guckt man sich das Ganze auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte an, gibt es hier erhebliche Unterschiede. So gehören in der Börde z.B. 48% der Teilnehmenden der Altersgruppe der 12 bis unter 15 Jährigen an. In Dessau-Roßlau sind dagegen 50% der Teilnehmenden 23 bis unter 28 Jährige. Ein ähnlich hoher Anteil dieser Altersgruppe findet sich auch unter den Beteiligten in den anderen beiden kreisfreien Städten. Ihr wollt wissen wie es in eurem Landkreis aussieht? Dann einfach im 7. Kinder- und Jugendbericht der Landesregierung auf Seite 78 nachschlagen. Ihr findet ihn hier: http://kjrlsa.de/7KJBLSA

Mädchen*, Jungen*, trans*/inter*/queer*?

Junge Menschen sind unterschiedlich nicht nur in Bezug auf ihr Geschlecht. Die Gruppe der Befragten kann man z.B. auch danach unterscheiden, ob sie bei ihren Eltern wohnen (56%) oder nicht (44%). Die Mehrzahl der jungen Menschen, die nicht mit ihren Eltern zusammen wohnen, wohnen übrigens in einer eigenen Wohnung (40%). 7% der Befragten geben zudem an, bereits ein Kind oder mehrere Kinder zu haben. Diese Zahlen findet ihr auf S. 393 ff. im Bericht und den unter: http://kjrlsa.de/7KJBLSA.

Wer von den Teilnehmenden hat schon immer in Sachsen-Anhalt gelebt?

22% der jungen Menschen, die schon außerhalb von Sachsen-Anhalt gelebt haben, haben in einem anderen Bundesland gelebt. 3 % haben im Ausland. Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Länder wie z.B. Großbritannien/Vereinigtes Königreich, Österreich, China, Ägypten, Russland, Kanada, Neuseeland oder Syrien. Wenn ihr das spannend findet, findet ihr die genauen Angaben unter: http://kjrlsa.de/7KJBLSA auf Seite 397

Wie ist ihre berufliche Situation?

Über die Gruppe der Schüler*innen wissen wir sogar noch etwas mehr. Von den 45% der Schüler*innen geht die Hälfte auf das Gymnasium, 18 % von ihnen besuchen eine Sekundarschule. Auch Berufsschüler*innen (14%) und Förderschüler*innen (13%) haben sich beteiligt. Auf eine Gesamt- oder Gemeinschaftsschule gehen 5% der Teilnehmenden. Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, guckt doch im 7. KJB auf Seite 78f. nach. Dort kann auch nachgelesen werden, wie sich die Gruppe der Teilnehmenden von der Gesamtgruppe der jungen Menschen zwischen 12 und unter 28 Jahren von der Gruppe der Teilnehmenden unterscheidet. Den Bericht findet ihn hier: http://kjrlsa.de/7KJBLSA

VonPhilipp

Das Coronavirus und die Situation der Jugendarbeit

Im Rahmen des Coronavirus wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, um Mitglieder, Teilnehmer*innen und Mitarbeiter*innen nicht zu gefährden. Nach dem Verbot aller Zusammenkünfte von Vereinen, von Maßnahmen der außerschulischen Bildung und der Schließung von Jugendfreizeiteinrichtungen, ist ein großer Teil der üblichen Arbeit in Verbänden, Vereinen und Einrichtungen zum Erliegen gekommen.

Schon die Situation stellt große Anforderungen an Verbände, Vereine und Mitarbeiter*innen. Sie müssen die Arbeit digital am laufen halten, neue digitalte Formate testen um Kinder- und Jugendliche Freizeitangebote zu machen, Veranstaltungen absagen, Unterkünfte, Räume und Referent*innen stornieren und umplanen.

Gleichzeitig gibt es noch keine offizielles Zeichen, wie es weitergeht. Wie mit fehlenden Teilnehmer*innentagen, Öffnungszeiten, Personal-, Betriebs- und Ausfallkosten umgegangen wird.

Der Vorstand hat deswegen einen Beschluss zur aktuellen Situation gefasst und wir mit anderen Landesjugendringen zusammen einen Appell an die Jugend- und Familienminister*innenkonferenz gerichtet. Den Beschluss dokumentieren wir hier.

Der Beschluss des Vorstandes anlässlich der COVID-19 Epidemie

Die Folgen der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) werden spürbare Auswirkungen auf die außerschulische Kinder- und Jugendbildungsarbeit im Land Sachsen-Anhalt haben. Wir betrachten die Entwicklungen mit Sorge und befürchten – teils aufgrund notwendiger Absagen von Seminaren usw. – einen massiven Rückgang der Teilnehmendenzahlen sowie ungeplante finanzielle Einbußen in der Bildungsarbeit.

Um die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt – als wichtige Orte  der Freizeit und  des außerschulischen Engagements junger Menschen – zu sichern, braucht es schnell eine Sicherheit für die regionalen und landesweiten Träger sowie ein geeignetes Maßnahmenpaket der Verantwortlichen.

Wir sehen folgende Handlungsbedarfe, sortiert nach zeitlicher Dringlichkeit:

  1. Eine Information der Träger, dass das Land und die Kommunen sie bei allen durch die Corona-Krise entstehenden verbandlichen Schwierigkeiten unterstützten werden.
  2. Die Sicherung der Liquidität der Träger durch schnelle und unbürokratische Wirtschaftshilfen, insbesondere der Jugendbildungsstätten, um deren Insolvenz zu verhindern. Wir unterstützen ausdrücklich den offenen Brief der Freizeit- und Bildungsstätten im Land Sachsen-Anhalt vom 19.03.2020 an die Landesregierung.
  3. Eine Zusicherung zur Förderung der Personal- und Betriebskosten bei allen per Verfügung geschlossenen Einrichtungen der Jugendarbeit.
  4. Eine Zusicherung, dass Kosten für digitale Angebote der Kinder- und Jugendarbeit in einem angemessen Rahmen und im Rahmen der Zuwendung für die Träger als zuwendungsfähig anerkannt werden.
  5. Eine Regelung zur Zuwendungsfähigkeit von Ausfallgebühren im Rahmen der Zuwendung.
  6. Die Aussetzung der zu erbringenden Teilnehmendentage für die Jugendbildungsreferent*innen in 2020.
VonPhilipp

wir sind dann mal im Homeoffice…

Da ware doch was? Ach ja: wegen des Corona-Virus arbeitet unsere Geschäftsstelle ab sofort im Homeoffice und alle Veranstaltungen bis zum 30. April 2020 fallen aus.

Die Situation bzgl. des Corona-Virus ist gerade sehr dynamisch und immer größere Teile des öffentlichen Lebens werden zurückgefahren, um soziale Kontakte zu minimieren und die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Auch wir haben uns deswegen entschieden, alle Veranstaltungen und Termine bis zum 30. April 2020 abzusagen. Die Geschäftsstelle arbeitet einigermaßen normal weiter. Allerdings aus dem Homeoffe. Wir sind deswegen nicht per Telefon, sondern nur per E-Mail erreichbar.

Gerade keine zur Hand? Unsere Kontakte findest Du auf der Überblicksseite zu unserer Geschäftssstelle. Keine Ahnung, wem Du schreiben sollst? Schreib an info[ääät]kjr-lsa.de!

VonInga

Landeshaushalt 2020/2021 jugendgerecht gestalten!

Vom 11.03. bis zum 13.03.2020 finden die „Bereinigungssitzungen“ des Finanzausschusses des Landtages statt. Zum voraussichtlich letzten Mal wird also der Entwurf des Doppelhaushalt 2020/2021 im Ausschuss beraten. Als Ring haben wir frühzeitig Aspekte benannt, die Teil eines jugendgerechten Haushaltes wären. Im Fokus stehen dabei nicht große Sprünge, sondern vor allem die Absicherung des bestehenden Angebotes. Dafür fordern wir: 3 Millionen Euro mehr für die kommunale Jugendförderung, 500.000 Euro mehr für die landesweite Jugendarbeit sowie den Einstieg in einen für junge Menschen attraktiven ÖPNV. Keiner dieser Aspekte fand sich im Entwurf der Landesregierung – aber Mittwoch und Donnerstag besteht noch die Möglichkeit dies zu ändern!

Im September 2019 haben wir, der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V. (KJR LSA), den Abgeordneten aus dem Sozialausschuss, dem Finanzausschuss, dem Ausschuss für Landesentwicklung und Verkehr sowie den Fraktionsvorsitzenden unsere Forderungen für einen jugendgerechten Landeshaushalt zugesandt. Nach langer Diskussion liegt jetzt der Haushaltsentwurf der Landesregierung vor. Als KJR LSA haben wir diesen Entwurf nun mit Blick auf die aufgestellten Forderungen überprüft. Das Ergebnis ist leider ernüchternd.

Als KJR LSA fordern wir die Mitglieder des Landtages auf, die aufgeworfenen Aspekte im Rahmen der Haushaltsverhandlungen aktiv aufzugreifen und umzusetzen.  

  1. Unsere Forderung: Kommunale Jugendarbeit ist Voraussetzung einer guten landesweiten Jugendpolitik.
  2. Unsere Forderung: gute Arbeitsbedingungen und ein umfassendes Angebot für junge Menschen auf Landesebene absichern
  3. Unsere Forderung: Ein jugendgerechter ÖPNV ermöglicht Mobilität für alle jungen Menschen.
  4. Unsere Forderung: eine ausreichende und angemessene Förderung der institutionellen Träger aus der Zivilgesellschaft

Unsere Forderung: Kommunale Jugendarbeit ist Voraussetzung einer guten landesweiten Jugendpolitik.

Kommunale Jugendarbeitsstrukturen, wie die Ortsgruppe der Jugendfeuerwehr oder der Jugendclub um die Ecke, bilden die Basis einer guten Jugendpolitik. Sie bieten als Orte, die junge Menschen freiwillig besuchen und aktiv mitgestalten, einen wichtigen Ansatzpunkt für Selbstpositionierung und Verselbstständigung junger Menschen. Sie ermöglichen eine aktive Beteiligung junger Menschen vor Ort – aber auch an landesweiten Projekten. Die Situation der Kinder- und Jugendarbeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt hat sich über Jahre verschlechtert. Trotz einiger Verbesserungen in dieser Legislaturperiode reicht das im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes bereitgestellte Geld zur Förderung nicht aus, um eine zukunftssichere und bedarfsgerechte Jugendarbeit zu ermöglichen.

Als KJR LSA fordern wir:

  • drei Millionen Euro zusätzlich für die kommunale Jugendarbeit im Landeshaushalt bereitzustellen, insb. zur Absicherung bisheriger Angebote, für Investitionen in Einrichtungen und zur Unterstützung des ländlichen Raums;
  • einen dynamischen Anstieg der Jugendförderung um 2,5 % statt 2,0 % jährlich zur Wertschätzung der Fachkräfte und zum Ausgleich von Kosten- und Tarifsteigerungen;
  • die Einführung eines Flächenfaktors, um den besonderen Bedingungen von ländlichen Räumen endlich Rechnung zu tragen.

Der Entwurf des Doppelhaushaltes 2020/2021

Derzeit sieht der Entwurf des Doppelhaushaltes 2020/2021 keine Veränderungen im Bereich des § 31 KJHG-LSA vor. Inzwischen liegt die vom Land Sachsen-Anhalt in Auftrag gegebene Evaluation des § 31 KJHG LSA vor. Diese stellt fest:

„Der Verteilungsschlüssel der Landesförderung sollte nicht ausschließlich an den beim Träger der örtlichen Jugendhilfe maßgeblichen (Kinder- und Jugendlichen-)Bevölkerungsanteil gebunden werden, sondern es sollten verschiedene Faktoren, die die spezifische regionale Situation abbilden, ergänzend berücksichtigt werden. Solche Faktoren wären neben einem Mobilitätsfaktor oder Flächenfaktor für ländliche Räume und einem Oberzentrenfaktor für die drei kreisfreien Städte auch ein Faktor zur Berücksichtigung von sog. Brennpunkten. Das bedeutet in der Konsequenz entweder eine Umverteilung der Landesmittel oder eine Erhöhung der Landesmittel. Angesichts der präventiven Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit sollte von einer Umverteilung abgesehen werden.“

Darüber hinaus macht die am 27.09.2019 dem Landtag übergebene „Petition: Zukunft sichern: Jugendarbeit vor Ort retten!“ mit über 8.000 gesammelten Unterschriften, davon über 7.000 aus Sachsen-Anhalt, den Handlungsbedarf deutlich. Auch der Landesjugendhilfeausschuss weist in seinem Beschluss zum Doppelhaushalt 2020/2021 (LJHA-Beschluss 2019-(7)-9) auf die Berücksichtigung der Evaluationsergebnisse hin.

Unsere Forderung: gute Arbeitsbedingungen und ein umfassendes Angebot für junge Menschen auf Landesebene absichern

Die landesweiten Aktivitäten der Jugendverbände sowie anderer landesweiter Träger der Jugendarbeit werden in Sachsen-Anhalt im Rahmen der „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Jugendarbeit, der Jugendverbände, der Jugendsozialarbeit sowie des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes“ gefördert. Diese wurden mit Wirkung zum 01.01.2019 umfassend novelliert. Mit der Novellierung einher gingen insb. wichtige Verbesserungen für die Träger der Jugendbildung bspw. im Bereich der Personalkostenförderung. Sollen die derzeit über die Richtlinien finanzierten Angebote über 2019 hinaus so weiter bestehen bleiben, bedarf es einer Erhöhung der Mittel der entsprechenden Titelgruppe. Kommt es nicht zu einer Erhöhung, droht eine Situation, in der die bisherigen Angebote in 2021 nicht mehr finanzierbar sind.

Als KJR LSA fordern wir:

  • Erhöhung der Titelgruppe 61 im Landeshaushalt um 500.000 Euro

Der Entwurf des Doppelhaushaltes 2020/2021

Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt hatte eine entsprechende Erhöhung der Titelgruppe 61 im EP 05 in seinem ursprünglichen Entwurf mit angemeldet und folgte damit u. a. auch der fachlichen Empfehlung des Landesjugendhilfeausschusses (LJHA-Beschluss 2019-(7)-5 / 2019-(7)-9). Im Rahmen des Haushaltsaufstellungprozesses wurde diese Erhöhung jedoch zurückgenommen. Die im Vergleich zu 2019 leichte Erhöhung resultiert aus einer neuen Schätzung der Einnahmen aus Lotto Toto. Eine Garantie für diese auf Schätzungen beruhenden Mehreinnahmen gibt es nicht.

Darüber hinaus können diese zusätzlichen Mittel die entstandene Lücke zwischen erforderlichen Mitteln und den Mitteln aus Lotto Toto einerseits und Restmitteln andererseits nicht vollständig schließen. Dies hat zur Folge, dass die derzeit noch bestehenden Restmittel abgeschmolzen werden müssen, wenn überhaupt der gerade verbesserte Status Quo erhalten bleiben soll.

Da für die TG 61 am Jahresanfang immer nur eine Teilzuweisung der Mittel in Höhe von 75 % (Konzessionsabgabe) erfolgt, braucht es aber diese Restmittel, um am Jahresanfang überhaupt die Mittel für das Haushaltsjahr durch Bescheide binden zu können. Die Restmittel des jeweiligen Vorjahres sind also die Bedingung für die rechtzeitige Bescheidung der Mittel für alle im Rahmen der Richtlinie geförderten Stellen, Projekte und Maßnahmen.

Kommt es im Jahr 2020 zu einer entsprechenden Abschmelzung der Gelder,

1) wird eine rechtzeitige vollumfängliche Bescheidung aller Voraussicht nach im Jahr 2021 nicht mehr möglich sein. Es müsste für die letzten Bescheide auf die letzten am Ende des Jahres gewartet werden.

2) ist auch dann nicht klar, ob der Status Quo mit den Mitteln im Jahr 2021 überhaupt zu halten ist. Aus Sicht des KJR LSA ist dies gegenwärtig unwahrscheinlich.

3) wäre das bisherige Verfahren in 2022 auf keinen Fall mehr möglich. Es würden doppelt Mittel fehlen: Einerseits die Mittel zur Finanzierung der Mehrkosten, denn bereits hier ist ein Griff in die Rücklage notwendig. Andererseits die Restmittel zur Bindung der Mittel über das Jahr. Es müsste also nicht nur deutlich gespart werden, sondern es könnte teils trotzdem erst im Dezember beschieden werden. Liegt zu dem Zeitpunkt kein Haushalt vor, könnte es sogar zu einer Situation kommen, in der erst einmal gar nichts mehr möglich ist.

Um dies zu verhindern, braucht es spätestens für 2021 weitere Mittel in der Titelgruppe 61.

Unsere Forderung: Ein jugendgerechter ÖPNV ermöglicht Mobilität für alle jungen Menschen.

Das Lebensumfeld spielt für junge Menschen eine entscheidende Rolle, dabei erweitert sich ihr Aktivitätsbereich mit zunehmendem Alter. Die Größe dieser Räume ist dabei stark abhängig von der Mobilität der jungen Menschen. Diese sollte dabei nicht von der finanziellen oder praktischen Unterstützung der Eltern oder anderer Bezugspersonen abhängig sein.

Als KJR LSA fordern wir:

  • einen kostenlosen und barrierearmen ÖPNV für junge Menschen in Sachsen-Anhalt
  • eine Verbesserung der Taktung von Bus und Bahn
  • den Ausbau des ÖPNV an den Wochenenden und in den Abendstunden
  • freies WLAN in allen Bussen und Bahnen

Der Entwurf des Doppelhaushaltes 2020/2021

Mit Blick auf den vorliegenden Entwurf des Doppelhaushaltes 2020/2021 stellen wir fest, dass die zwischenzeitlich diskutierten Teilschritte in Bezug auf die Einführung eines kostenlosen und barrierearmen ÖPNV für junge Menschen nicht (mehr) im Entwurf enthalten sind. Der Koalitionsvertrag (S. 63) trifft zumindest für das in der Diskussion befindliche Azubi-Ticket eine klare Prüfaussage. Arbeitgeber*innen- und Arbeitnehmer*innenvertreter*innen fordern die Einführung. Bestrebungen, auch für Teilnehmende im FSJ die kostenfreie Nutzung von Bus und Bahn zu ermöglichen, finden sich ebenfalls nicht im Haushaltsentwurf.

Unsere Forderung: eine ausreichende und angemessene Förderung der institutionellen Träger aus der Zivilgesellschaft

Die Träger der Zivilgesellschaft leisten einen wichtigen Beitrag zu einer demokratischen Gesellschaft und einem guten Aufwachsen und Leben in Sachsen-Anhalt. In 2018 und 2019 angeschobene Verbesserungen geraten mit dem Haushaltsentwurf jedoch teils ins Stocken.

Als KJR LSA fordern wir:

  • genug Mittel für Personalkosten, um bereits in der Prüfung befindliche Höhergruppierungen auch durchführen zu können.
  • genug Mittel für Sachkosten, um die Arbeit zu erhalten und weiter zu verbessern.

Der Entwurf des Doppelhaushaltes 2020/2021

Während bei einem Teil der Träger die Höhergruppierungen für eine angemessene Bezahlung des Personals bereits für den Haushalt 2019 berücksichtigt waren, wurden diese von anderen erst später eingereicht und im Haushalt für 2020 nicht berücksichtigt.

Außerdem wurden die Kosten auf Höhe der Schätzungen für 2019 und nicht der Anträge der Träger für 2020/2021 veranschlagt. Weitere wichtige Ausgaben sind deswegen teils nicht erfasst. Hier wird das Trägerbündnis noch einmal das Gespräch mit Abgeordneten des Finanzausschusses suchen. Wir bitten hier um Ihre Unterstützung.

Bildquelle: Micheile Henderson on Unsplash

VonMartin

JugendMachtZukunft auf dem Vorbereitungstreffen der Bundesjugendkonferenz in Berlin

Ein Erfahrungsbericht von Marie (Junge Zukunftsgestalterin)

Mein Tag beginnt heute etwas später als üblich. Anstatt wie sonst gegen dreiviertel acht die Arbeit bei meiner FSJ-Einsatzstelle zu beginnen, stehe ich diesen Freitag etwa eine Stunde später frierend am Bahnhof in Magdeburg und warte auf meinen Bus nach Berlin. Ich bin zu einem Workshop eingeladen, auf dem es um die Bundesjugendkonferenz 2020 gehen soll. Dafür waren Jugendliche mit Erfahrungen in der Zusammenarbeit von Politik und Jugend gesucht worden und „Jugend Macht Zukunft“ hatte Jennifer, Michelle und mich als Junge Zukunftsgestalterinnen angefragt, ob wir uns beteiligen wollen. Der Grund für das Treffen ist aus meiner Sicht ziemlich erfreulich: eine Veranstaltung, bei der es um junge Menschen geht, soll nicht wie normalerweise üblich ausschließlich von Erwachsenen, sondern von anderen jungen Menschen mit geplant werden.

Auf der Fahrt lese ich mir die Bundesjugendstrategie durch, ein 168-seitiges Dokument, das in den letzten Jahren ebenfalls unter Beteiligung von Jugendlichen erarbeitet und im Dezember 2019 vom Kabinett beschlossen worden war. Angesichts des Umfangs der Strategie will ich sie eigentlich nur grob überfliegen, lese mich dann aber doch irgendwie fest. Sie ist aufgeteilt in 9 Themenfelder, zu denen insgesamt 163 mehr oder weniger konkrete Maßnahmen aufgelistet sind, die sich die Bundesregierung vornimmt. Besonders faszinieren mich die Beispielprojekte, die nach den Maßnahmen aufgeführt sind: von den meisten habe ich noch nie etwas gehört, aber es ist schön zu sehen, wie viele gute Ideen es doch schon gibt.

In Berlin angekommen bahne ich mir den Weg durch den Betondschungel und stehe schließlich pünktlich vor dem Gebäude an der Spree, das als „Haus der Jugendarbeit“ verschiedenste Jugendinteressensverbände beherbergt. Eine davon ist die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, kurz AGJ, deren im Januar 2019 ins Leben gerufene Projekt „jugendgerecht.de“ das Ziel verfolgt, Eigenständige Jugendpolitik in Deutschland zu stärken.

Zwei Vertreter*innen von jugendgerecht.de sowie je ein*e Vertreter*in der Servicestelle Jugendstrategie sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sind beim heutigen Treffen anwesend. Das BMFSFJ ist federführend verantwortlich für die weitere Umsetzung der Jugendstrategie und stimmt sich mit allen anderen Ministerien im Rahmen einer eigens eingerichteten interministeriellen Arbeitsgruppe darüber ab. Gemeinsam mit jugendgerecht.de und der Servicestelle Jugendstrategie plant es am 11.-13. September 2020 eine Konferenz, die eine weitere Beteiligung von Jugendlichen ermöglichen soll. Und bei der Planung dieser Konferenz können wir acht Jugendlichen heute mitwirken.

Bei der obligatorischen Vorstellungsrunde wird deutlich, dass junge Menschen aus allen Ecken Deutschlands anwesend sind, alle mit unterschiedlichen Erfahrungen. Ein Teil der Gruppe hat schon bei anderen Konferenzen im Vorfeld mitgewirkt, andere – wie ich – hatten sich erst kurz vorher zum ersten Mal damit beschäftigt. Im weiteren Verlauf des Tages wird sich aber zeigen, dass diese Mischung sehr gut funktioniert.

Zunächst werden wir vom verantwortlichen Referenten im BMFSFJ auf den neuesten Stand gebracht und blicken zurück auf die Jugendpolitiktage 2017 und 2019 sowie die Veranstaltung im Rahmen des Kabinettbeschlusses. Dann geht es an die inhaltliche Arbeit: wir finden uns in kleinen Gruppen zusammen und formulieren unsere Erwartungen an die Veranstaltung: was wollen wir, was wollen wir nicht. Das ist teilweise gar nicht so einfach. Die Konferenz soll ein Arbeitstreffen werden, deshalb darf die Anzahl der Teilnehmenden nicht zu hoch sein. Gleichzeitig wollen wir aber möglichst vielen jungen Leuten die Chance geben, mitzuwirken. Wir suchen einen möglichst breiten Querschnitt an Jugendlichen, stehen aber dadurch vor dem Problem, dass alle unterschiedliches Vorwissen mitbringen und man deshalb viel Zeit braucht, um alle auf den gleichen Stand zu bringen. Würde man nur Leute aussuchen, die schon ein gutes Vorwissen zur bisherigen Geschichte der Jugendstrategie und der Arbeitsweise der Bundesregierung haben, könnte man sich diese Zeit sparen, würde dafür jedoch überhaupt nicht mehr die ganze Vielfalt von Jugendlichen wiederspiegeln. Solche Sachen diskutieren wir.

Nach dem allgemeineren Teil sehen wir uns das bisher geplante Programm an. Wir werden darüber informiert, was geplant ist und überlegen dann als Gruppe, ob man daran noch etwas verbessern kann. Wie schon zuvor geben die Verantwortlichen die Richtung der Diskussion vor, halten sich dann aber weitgehend zurück und lassen uns reden. Dabei schreiben sie stetig mit und fragen stellenweise nochmal genauer nach. Das Programm ist wirklich noch eine Arbeitsgrundlage, sodass unsere Ideen leicht aufgenommen und aus unserer Sicht unnötige Dinge gestrichen werden können. Sogar einige Themen für die Workshops stehen noch nicht fest, sodass wir hier eigene Schwerpunkte setzen können.

Nach einem langen und anstrengenden, trotzdem aber sehr produktiven und lohnenden Tag sind wir gegen 19.30 Uhr fertig. In den wenigen Stunden haben wir super viel geschafft und konnten uns als junge Menschen aktiv in die Bundespolitik einbringen. Ich freue mich schon auf die weitere Zusammenarbeit mit den Beteiligten und natürlich auf die Bundesjugendkonferenz im September.

Jetzt noch ein bisschen durchatmen und das abendliche Berlin genießen, dann fährt 22 Uhr mein Bus zurück nach Magdeburg.

Falls sich jemand die Jugendstrategie mal ansehen oder sich über das Thema Eigenständige Jugendpolitik informieren will, hier die Links:

Jugendstrategie der Bundesregierung: https://www.bmfsfj.de/blob/141940/a9789d196ec8313b0b6bda4d5fd18eae/in-gemeinsamer-verantwortung-politik-fuer-mit-und-von-jugend-data.pdf

Eigenständige Jugendpolitik: www.jugendgerecht.de

VonInga

LJHA beschließt Stellungnahme zur vorgelegten Evaluation der Jugendförderung des Landes gemäß § 31 KJHG-LSA

In seiner Sitzung am 17.02.2020 hat der Landesjugendhilfeausschuss ebenfalls eine Stellungnahme zum vorgelegten Evaluationsbericht beschlossen.

„(…) Der LJHA dankt dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt dafür, dass es die von ihm im Rahmen des Beschlusses (BNR. 17-(7)-16) gemachten Anregungen größtenteils aufgenommen und auch den LJHA sowie den UA JHPl. in den laufenden Prozess mit eingebunden bzw. über diesen informiert hat.

Nachteilig ist aus Sicht des LJHA der Zeitpunkt der Vorlage der Evaluation. Durch die Verzögerungen im Ausschreibungsverfahren, der Durchführung und der Fertigstellung erfolgte die Vorlage erst am 29.10.2019. Dies ist insofern problematisch, da damit die Ergebnisse der Evaluation nicht mehr in den Prozess der Haushaltsaufstellung 2020/2021 einfließen konnten. Gelingt eine Einbeziehung der Evaluationsergebnisse in die laufende Haushaltsverhandlung nicht mehr, ist dies erst in der nächsten Legislatur im Rahmen der Aufstellung des Haushaltes 2022/2023 möglich. 

Ferner bedauert der LJHA, dass das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt der Empfehlung des LJHA in Bezug auf den Zeitraum der Empfehlung nicht gefolgt ist. Die nun vorliegende Evaluation bezieht sich auf die Jahre 2014 bis 2017, damit bleiben zwei aus Sicht des LJHA relevante Veränderungen unberücksichtigt. Hierbei handelt es sich zum einem um die Kürzung, der für die Jugendförderung zur Verfügung stehenden Mittel um 2 Millionen Euro im Übergang der Jahre 2013 zu 2014 sowie um die leichte Erhöhung der Gelder im Jahr 2019 und die Dynamisierung der Gelder ab 2020.

Inhaltlich gesehen bestätigen die Ergebnisse der Evaluation weitestgehend die bestehende Regelung des § 31 KJHG-LSA. Dies deckt sich auch mit der Einschätzung des LJHA, der die Verankerung der Jugendförderung im KJHG-LSA im Jahre 2014 sowie auch die 2018 beschlossene Dynamisierung als wichtige und richtige Schritte sieht, welche eine entscheidende Grundlage für die Jugendarbeit im Land darstellen. (…)“ *

Die gesamte Stellungnahme inklusive der Hinweise zu den einzelnen Empfehlungen der Evaluator*innen findet sich voraussichtlich zeitnah auf der Webseite des Landesjugendhilfeausschusses unter: https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/landesjugendamt/landesjugendhilfeausschuss/

* Quelle: Stellungnahme des Landesjugendhilfeausschusses (LJHA) zu den Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen der Evaluation der Änderungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (KJHG-LSA) vom 13.08.2019

VonInga

abgesagt: 1. Austauschtreffen Jugendarbeit & Schule

Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf das Corona-Virus hat der KJR LSA sich entschlossen, alle Veranstaltungen bis einschließlich 30.04.2020 abzusagen, die betrifft auch das „1. Austauschtreffen Jugendarbeit & Schule“. Nähere Informationen finden sich unter: https://www.kjr-lsa.de/2020/03/16/wir-sind-dann-mal-im-homeoffice/

Auf der Mitgliederversammlung 2019 haben die Mitgliedsverbände des KJR LSA beschlossen, ihre bisherige Arbeitsweise im Themenfeld: „Jugendarbeit und Schule“ zu verändern. Statt einer kontinuierlich arbeitenden AG soll es für den Bereich zukünftig anlassbezogene Treffen und/oder Austauschtreffen geben.

Das 1. Austauschtreffen greift diesen Beschluss auf und möchte euch als Mitgliedsverbände einen Raum eröffnen, um euch untereinander auszutauschen. Hierbei setzt ihr die Themen: Z.B. welche Kooperationen gibt es derzeit bei euch? Wie funktionieren diese? Welche Herausforderungen sind damit verbunden?

Datum: 26. März 2020 von 10:30 bis 12:30 Uhr
Ort: Kinder- u. Jugendpfarramt der EKM, Am Dom 2, 39104 Magdeburg, Seminarraum „Erfurt“

Anmeldefrist: 13.03.2020 / Anmeldungen sind ab sofort möglich unter: http://kjrlsa.de/AustauschJASchule

VonInga

Onlinebeteiligung zum Jugendpolitischen Programm gestartet

Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration hat eine Online-Beteiligung gestartet, um herauszufinden, wie junge Menschen in Sachsen-Anhalt konkret daran beteiligt werden wollen.

➡️ Bis zum 1. März können Jugendliche Ideen und Forderungen auf der Webseite www.jugendpolitik-sachsen-anhalt.de einbringen.

Als KJR LSA begleiten wir bereits seit mehreren Jahren, u.a. mit unserem Projekt Jugend Macht Zukunft, die Vorbereitungen zur Erstellung eines Jugendpolitischen Programmes für Sachsen-Anhalt!

Ziel des Programmes ist es, die Pespektiven junger Menschen in Sachsen-Anhalt noch stärker in den Blick zu nehmen und diese fest im Regierungshandeln zu verankern.

In diesem Jahr arbeiten wir dabei als Mitglied in einer interministeriellen Arbeitsgruppe gemeinsam an der konkreten Ausgestaltung des Ganzen.

💡Die Hinweise werden in der interministeriellen Arbeitsgruppe ausgewertet und fließen in das Jugendpolitische Programm der Landesregierung letztlich auch ein.

Also beteiligt euch, informiert eure Freunde, teilt den Link in eure Kanäle, damit möglichst viele junge Menschen ihre Meinungen wirksam einbringen können!

VonNadja

Engagement wirkt weit

Ehrung Jugendlicher am Internationalen Tag des Ehrenamts 

Am 05.12.2019 hat der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V. (KJR LSA) gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt 17 junge Menschen aus Vereinen und Jugendverbänden aus ganz Sachsen-Anhalt für ihr besonderes Engagement im Forum Gestaltung Magdeburg ausgezeichnet. Der Internationale Tag des Ehrenamtes 2019 sollte den Jugendleiter*innen in ganz besonderer Erinnerung bleiben. Die Ehrung startete um 16:00 Uhr mit drei interaktiven Workshops. Die Jugendlichen probierten sich am Schreiben von Liedtexten für ihre nächste Jugendfreizeit im Song Slam Workshop vom HALternativ e. V. Begleitet durch die Gitarre dichteten sie auf bekannte Kindermelodien individuelle Lieder. Sieben Personen erklärte Florian Schreiter vom Improvisationstheater Tapetenwechsel derweilen deren Grundtechniken und wie diese Methoden ganz praktische Umsetzung auf Jugendfreizeiten erfahren können. Kurzweilige Übungen wie „Das Gefäß“ lassen sich schnell als kreative, auflockernde Einheit in die nächste Gruppenstunde einbauen.  Wem das alles zu künstlerisch war, konnte mit Carsten Ast zu den Bällen greifen. Einmal erlernt, kann Jonglage sowohl als Teameinheit als auch als Konzentrationsübung oder Showeffekt genutzt werden. 

Im Anschluss ging es in den Saal des Forum Gestaltung. Auf der Bühne betonte Frau Isolde Hofmann, Leiterin der Abteilung Familie und Jugend aus dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, die Bedeutung insbesondere jungen Engagements für das Land Sachsen-Anhalt und dankte den Jugendlichen für ihren Einsatz: „Weil das, was sie in Ihrem Ehrenamt tun, wirklich wichtig ist, weil viele Angebote für Kinder und Jugendliche durch ihr Engagement erst möglich werden“. Dem schloss sich der Vorstand des KJR LSA an. Tanja Russack und Fabian Pfister hoben die Rolle der Jugendleiter*innencard als Qualitätszertifikat in den Vordergrund, mit 657 gedruckten Karten und ungleich mehr Geschulten 2019 steht die juleica bundesweit für Standards in der Jugendverbandsarbeit. Die Vorstandsmitglieder des KJR LSA übergaben zusammen mit Frau Hofmann Urkunden und kleine Präsente auf der Bühne an die Engagierten. Unter großem Applaus und abgerundet mit dem eigens gedichteten „juleica-Song“ des HALternativ e. V. standen nun die jungen Menschen selbst im Mittelpunkt: Aus Halle (Saale), der Altmark, dem Saale- und Salzlandkreis, der Börde, Magdeburg und Dessau reisten die Jugendleiter*innen samt Freund*innen und Verbandskolleg*innen zur Ehrung an. Ganz unterschiedlich sind ihre Engagement-Bereiche: Von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk über Sportvereine und Pfadfinder*innen bis zum politischen Verband verbringen die jungen Menschen einen Großteil ihrer Freizeit, gestalten Veranstaltungen und geben neue Impulse in ihre Vereine. Ein unersetzlicher Einsatz für ein lebendiges, vielfältiges Sachsen-Anhalt in der Stadt und auf dem Land. Die Ehrung endete mit Häppchen und Brause und gab die Möglichkeit, sich verbandsübergreifend über ehrenamtliche Jugendleiter*innen-arbeit auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.  

Der 5. Dezember ist seit 34 Jahren der Internationale Tag des Ehrenamts und wurde von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen. Das Ziel des Internationalen Tags des Ehrenamts ist es, die Anerkennung und Förderung des freiwilligen Engagements hervorzuheben. Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V. zeichnet alle zwei Jahre deshalb besonders engagierte Jugendleiter*innen aus, die direkt von ihren Vereinen/Jugendverbänden nominiert werden können.