Kategorien-Archiv Jugendbeteiligung

VonMartin Gneist

KJR beschließt Antrag: „Gemeinsam aktiv für junge Menschen – Eine gute Jugendpolitik für Sachsen-Anhalt 2021-2026“

Einleitendes
Als Zusammenschluss der Jugendverbände, -vereine und der kommunalen Kinder- und Jugendringe in Sachsen-Anhalt setzen wir uns gemeinsam für ein lebendiges und vielfältiges Sachsen-Anhalt ein, in dem junge Menschen gut und gerne Leben.

Zusammen mit unseren Partner*innen aus der Zivilgesellschaft sowie in Politik und Verwaltung arbeiten wir an einer Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen. Mit Blick auf beschränkte personelle und finanzielle Ressourcen müssen wir dabei Schwerpunkte setzen.

Die hier zusammengefassten Schwerpunkte einer guten Jugendpolitik für Sachsen-Anhalt richten wir als Kinder- und Jugendring an die demokratischen Parteien, die zur Landtagswahl kandidieren und an die kommende Landesregierung.

Jugendbeteiligung sichern und weiter stärken
Die Beteiligung junger Menschen an Entscheidungen, die sie betreffen, ist eine wichtige Voraussetzung zur Erhebung ihrer Interessen und Bedürfnisse und entsprechend ein Baustein einer guten Ergebnisqualität. Die Landesregierung hat hierzu wichtige Weichen gestellt. In den kommenden Jahren muss aus den modellhaften Vorhaben und Versuchen eine Selbstverständlichkeit werden. D.h. auch, dass es eine Möglichkeit der Beteiligung an Wahlen geben muss.

Wir fordern die demokratischen Parteien und die zukünftige Landesregierung auf

  • das Jugendpolitische Programm der Landesregierung fortzuschreiben und die Weichen dafür zu stellen, dass dieses nicht nur bisherige Vorhaben sammelt, sondern auch Impulse für die zukünftige Arbeit der Ministerien gibt.
  • die Voraussetzungen für die interministerielle Bearbeitung von Themen, Herausforderungen und Problemen zu verbessern.
  • die bisher modellhaften Projekte Jugend Macht Zukunft und das
    Landeszentrum Jugend + Kommune zu institutionalisieren.
  • die Altersgrenzen zur Beteiligung an kommunal- und Landtagswahlen auf 14 Jahre herabzusetzen.
  • die Verbindlichkeit der Beteiligung von jungen Menschen im Rahmen der Kommunalverfassung zu erhöhen.

Wir unterstützen diese Vorhaben, durch

  • Beratung und ggf. Mitarbeit in Arbeitskreisen des Verwaltung.
  • die Formulierung von Qualitätskriterien durch Kinder- und
    Jugendbeteiligung in der Landesverwaltung.
  • die Unterstützung von Beteiligungsprozessen der Landesverwaltung.

Freiräume für junge Menschen stärken
Neben der Schule und Ausbildung, der Familie und der Peergroup sind Freiräume in Jugendszenen, der Jugendarbeit und der Jugendverbandsarbeit für junge Menschen, ihr Aufwachsen und die gelingende Bewältigung der Herausforderungen des Jugendalters von zentraler Bedeutung. Insbesondere mit Blick auf die zunehmende Ausdehnung nicht-freiwilliger-pädagogischer Settings und der Verzweckung von Freizeit im Jugendalter, kommt diesen Freiräumen eine wachsende Bedeutung zu. Gleichzeitig werden sie innerhalb der Jugendhilfe immer weiter marginalisiert. Hier bedarf es eines Richtungswechsels und einer Stärkung nicht-kommerzieller Freiräume. Die Coronakrise und die damit verbundenen Belastungen für die öffentlichen Haushalte drohen zu weiteren Kürzungen und Kahlschlag im Bereich der Jugend(verbands)arbeit zu führen. Die Verantwortlichen dürfen nicht dabei zuschauen, sondern müssen handeln.

Wir fordern die demokratischen Parteien und die zukünftige Landesregierung auf

  • in der kommenden Legislatur ein Struktur- und Investitionsprogramm für die Jugend(verbands)arbeit aufzulegen, mit dem Ziel die Förderung der Jugendbildung und Jugendverbandsarbeit auszuweiten, zu modernisieren und bedarfsgerecht auszustatten. Folgende Bausteine sind dabei umzusetzen:
    • die verbindliche Einführung einer neuen Förderung von mindestens einer Vollzeitstelle inklusive ausreichender Personalnebenkosten und Aktivitäten der Jugendverbände.
    • die Unterstützung der Digitalisierung der Jugendverbandsarbeit,
      Jugendbildung und Jugendarbeit, durch investive und regelmäßige Förderung. Die Modernisierung der Systematik der Fördergrundsätze für Jugendbildungsveranstaltungen.
  • in der kommenden Legislatur einen Landesjugendförderplan auf den Weg zubringen um die Systematik der Förderung insgesamt zu modernisieren und zu strukturieren. Der Landesjugendplan soll dabei unter Beteiligung der Jugendverbände und Jugendbildungsträger regelmäßig fortgeschrieben werden.
  • die Ermöglichung von Förderung von landesweiten Ferienfreizeiten und Jugenderholungen.
  • die örtliche Jugendarbeit von Seiten des Landes besser zu unterstützen.
    Insbesondere
    • die Verteilung zwischen Landkreisen und kreisfreien Städten
      bedarfsgerecht zu gestalten.
    • die Förderung der Jugendverbandsarbeit §12 SGB VIII auszuweiten und mit landesweiten und örtlichen Jugendverbänden dazu ins Gespräch zu kommen.
    • die kommunale Jugendhilfeplanung mit Empfehlungen zu Qualifizieren
  • die Kürzungen in den §§11-14 in der kommunalen Haushaltskonsolidierung zuverhindern und die Kommunalaufsichten dafür zu sensibilisieren.
  • die Kürzungen der Förderung und deren Reduzierung durch Inflation
    durch die deutliche Erhöhung der Mittel nach §31 KJHG LSA
    auszugleichen.
  • die Dynamisierung der Mittel nach §31 KJHG LSA an die tatsächlichen
    Bedarfe anzupassen.
  • Regelungen zu finden, mit der die Eigenanteile von Trägern der
    Jugend(verbands)arbeit auf ein angemessenes Maß reduziert werden können, um deren Aktivitäten nachhaltig zu sichern.

Wir unterstützen diese Vorhaben, durch

  • Mitwirkung an der Evaluation der Richtlinie zur Förderung der Jugendarbeit und deren Modernisierung.
  • die Förderung des Austauschs der Jugendverbände, der Träger der
    Jugendbildung und der kommunalen Jugendarbeit zur Frage einer zeitgemäßen Jugend(verbands)arbeit in Sachsen-Anhalt.
  • Organisation von Fortbildungsformaten für Fachkräfte im Arbeitsbereich Jugendbildung.
  • Mitwirkung an der Formulierung fachlicher Empfehlungen für die
    Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt.

Ehrenamt und Engagement junger Menschen anerkennen und stärken
Viele junge Menschen engagieren sich und/oder übernehmen Verantwortung in Vereinen und Verbänden. Viel zu oft erfahren diese selbst, im besten Fall lediglich verbale, Wertschätzung bei Festakten und Jahrestagen. Das Engagement oder Ehrenamt junger Menschen muss auch im Alltag anerkannt und entsprechend unterstützt werden.

Wir fordern die demokratischen Parteien und die zukünftige Landesregierung auf

  • durch entsprechende Förderung Möglichkeiten zur kostenfreien Fortbildung von jungen Ehrenamtlichen zu schaffen.
  • verbindliche Regelungen zur Freistellung von Schüler*innen zu schaffen.
  • die Voraussetzungen für eine Lohnfortzahlung bei Freistellung von jungen Ehrenamtlichen am Arbeitsplatz zu schaffen.
  • die freie Fahrt für Ehrenamtliche und Freiwilligendienstleistenende zu ermöglichen.
  • die Ausstattung von Ehrenamtlichen mit notwendigen „Arbeitsmitteln“ zu fördern.

Wir unterstützen diese Vorhaben, durch

  • Beratung und ggf. Mitarbeit in Arbeitskreisen der Verwaltung.
  • Etablierung von kostenlosen Fortbildungsmöglichkeiten für junge
    Ehrenamtliche.

Die Vielfalt junger Menschen anerkennen und alle
unterstützen

„Die“ Jugend existiert nicht, vielmehr sind junge Menschen – wie Erwachsene auch – verschieden. Ein Teil der jungen Menschen hat dabei schlechtere Teilhabechancen oder erfährt regelmäßig (Mehrfach-)Diskriminierungen, etwa queere junge Menschen, junge Geflüchtete,junge Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen (sowie junge Menschen aus finanziell schwachen Zusammenhängen). Zum Ausgleich von Benachteiligungen brauchen diese
Gruppen besondere Unterstützung.

Wir fordern die demokratischen Parteien und die zukünftige Landesregierung auf

  • den Aufbau und die Etablierung von Jugendzentren für queere junge Menschen (mindestens) in Magdeburg und Halle (Saale) sowie landesweite Anlaufstellen, vor allem im ländlichen Raum, zu unterstützen.
  • die Inklusion von geflüchteten jungen Menschen und jungen Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen im Rahmen der landesweiten Jugendverbandsarbeit und Jugendbildung durch folgende Maßnahmen zu unterstützen:
    • Etablierung von Fördermöglichkeiten für damit zusammenhängende Mehrkosten (z.B. Sprachmittler*innen, Übersetzungen von Infomaterial, Gebärdensprachdolmetscher*innen höhere Betreuungsschlüssel, TN-Pauschale für Assistenz, …).
    • Investitionsprogramm für Bildungsstätten und Jugendeinrichtungen zum Abbau von Barrieren.

Wir unterstützen diese Vorhaben, durch

  • Fachgespräche mit Expert*innen und politischen Entscheidungsträger*innen.
  • Beratung und ggf. Mitarbeit in Arbeitskreisen der Verwaltung.
  • Prüfung und Umsetzung von Maßnahmen, die im Bereich der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit zur Unterstützung benachteiligter junger Menschen zur Verfügung stehen.

Kinder- und Jugendarmut bekämpfen
Armut gefährdet nicht nur ein gutes Aufwachsen junger Menschen und deren gesellschaftliche Chancen, sie ist auch der Grund mangelnder Teilhabe in Kindheit und Jugend. Beengte Wohnverhältnisse, Mängel in der Ausstattung mit Mobiliar und Technik, mangelhafte Ernährung und gesundheitliche Versorgung, kein Urlaub, weniger kommerzielle Freizeitmöglichkeiten, abgetragene und/oder im milieuspezifischen Verständnis unmodische Kleidung, keine Auslandsaufenthalte, keine Nachhilfe und häufig auch eine emotional und psychisch belastende Situation sind einige Begleiterscheinungen von Armut in Kindheit und Jugend. Sie ist Quelle von Scham und Verunsicherung junger Menschen. Angesichts des Wohlstands unserer Gesellschaft ist es nicht hinnehmbar, dass etwa 20% aller Kinder und Jugendlichen und sogar etwa 25% der jungen Volljährigen armutsgefährdet sind. In Sachsen-Anhalt ist die Situation dabei noch schlechter als im Bundesdurchschnitt und nur im Bundesland Bremen gibt es noch mehr armutsgefährdete junge Menschen als bei uns.

Wir fordern die demokratischen Parteien und die zukünftige Landesregierung auf

  • die Kinder- und Jugendarmut zum Schwerpunkt des nächsten Kinder- und Jugendberichts zu machen und dabei die Armut Jugendlicher und junger Volljähriger nicht zu vergessen.
  • in der kommenden Legislaturperiode gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Kinder- und Jugendarmut umzusetzen:
    • Dabei sind insbesondere eine Ausbildungsgarantie für junge Menschen, wie auch die Verankerung der bundesweiten
      Mindestausbildungsvergütung in den landesseitig verantworten
      Ausbildungsgesetzen im Bereich der Sozial, Gesundheits- und
      Erziehungsberufe im Koalitionsvertrag aufzunehmen.
    • Die Heranziehung von jungen Volljährigen im Rahmen der Beteiligung an Kosten für Hilfen landesweit über eine Regelung im KJHG LSA auszusetzen.
    • Des weiteren sollen Maßnahmen ergriffen werden, die
      Wohnungslosigkeit von jungen Menschen verhindern bzw. beenden.
    • Wir fordern die Landesregierung auf sich auf Bundesbene für die Kindergrundsicherung stark zu machen, z.B. mit einer
      Bundesratsinitiative.
    • Dabei sollen Unterstützungsmöglichkeiten im Schulsystem geschaffen und langfristig etabliert werden, durch die insbesondere Kinder und Jugendliche aus armutsgefährdeten und armen Familien in ihrer schulischen Laufbahn unterstützt werden.

Wir unterstützen diese Vorhaben durch

  • Fachgespräche mit Expert*innen und politischen Entscheidungsträger*innen.
  • Beratung und ggf. Mitarbeit in Arbeitskreisen der Verwaltung.
  • Prüfung und Umsetzung von Maßnahmen, die im Bereich der Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit zur Unterstützung armutsgefährdeter junger Menschen zur Verfügung stehen.

Die Rahmenbedingungen für die Mobilität junger Menschen verbessern
Mobilität ist in einem Flächenland wie Sachsen-Anhalt die Voraussetzung von Teilhabe. Hohe Ticketpreise, mangelnde Anbindung vieler Orte und schlechte Taktung schränken junge Menschen in ihrer Teilhabe stark ein. Davon sind alle Bereiche des Lebens junger Menschen betroffen. Vom Individualverkehr sind junge Menschen auf Grund ihres Alters und ihrer finanziellen Möglichkeiten häufig abgeschnitten. Der ÖPNV ist darüber hinaus ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Gestaltung unseres Zusammenlebens.

Wir fordern die demokratischen Parteien und die zukünftige Landesregierung auf

  • sich deutlich zum ÖPNV, inkl. einer entsprechenden Unterstützung, zu
    bekennen und
  • die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen zu berücksichtigen,
    insbesondere durch
    • eine erhöhte Taktung und Abstimmung zwischen Bus und Bahn.
    • einen Ausbau der Verbindungen am Wochenende und in den Abend- und Nachtstunden.
    • die Übernahme der Verantwortung für die Schaffung eines ÖPNV-Tickets für junge Menschen für ganz Sachsen-Anhalt für max. 365 EUR im Jahr.
    • den Einsatz für die Schaffung von kostenlosen Transportmöglichkeiten von Fahrrädern innerhalb des ÖPNVs.

Wir unterstützen diese Vorhaben, durch

  • Beratung und ggf. Mitarbeit in Arbeitskreisen der Verwaltung.
  • die Unterstützung bei der Beteiligung von Kinder- und Jugendlichen bzgl. ihrer Interessen und Wünsche.

Hier findet ihr den Beschluss als PDF: http://kjrlsa.de/SIK-Beschluss-GuteJugendpolitik

VonMartin Gneist

Jugend Macht Nachhaltigkeit: Meine Zukunft in meinen Händen

Hallo an alle jungen Menschen in Sachsen-Anhalt!

Im Zuge unseres Projekts „Jugend Macht Zukunft“ planen wir eine Jugendkonferenz zum Thema „Jugend Macht Nachhaltigkeit: Meine Zukunft in meinen Händen“ in Schierke. Vom 13.-15. November 2020 wollen WIR mit EUCH über „Konsequenten Klimaschutz“ und „Nachhaltigen Konsum“ diskutieren, und zwar direkt am Fuße des Brockens.

Lasst eure Gedanken dazu mit einfließen. Wir wollen über Themen diskutieren, die euch am Herzen liegen, um ein Positionspapier zu erstellen, das wir dem Ministerium von Umwelt, Landwirtschaft und Energie vorlegen werden.

Eure Teilnahme ermöglicht es, dass junge Menschen die Nachhaltigkeitsstrategie von Sachsen-Anhalt direkt mitbestimmen, und ihr eure Interessen mit in die Politik einfließen lassen könnt. Also kommt mit, wir freuen uns auf euch!

Hier gehts zur Anmeldung:
https://www.surveymonkey.de/r/JMZgoesSchierke

VonMartin Gneist

JMZ-Umfrage zum Thema „Nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt aus der Perspektive junger Menschen“

Das Projekt „Jugend Macht Zukunft“ startet eine landesweite Umfrage zum Thema „Nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt aus der Perspektive junger Menschen“

Hier geht’s zum Fragebogen: JMZ-Umfrage-Nachhaltigkeit

Ziel des Fragebogens
Die Ergebnisse der Umfrage sollen politischen und gesellschaftlichen Akteur*innen zugänglich gemacht werden, um eine erste Basis zu schaffen, die die gemeinsame Gestaltung landespolitischer Entscheidungsprozesse im Feld der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik Sachsen-Anhalts ermöglichen.

Hintergrund
Letztes Jahr starteten wir einen Prozess, in dem wir gemeinsam mit jungen Menschen aus Sachsen-Anhalt die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes kritisch unter die Lupe nahmen und unsere Perspektive auf dem Nachhaltigkeitskongress stark machten.
Mehr Infos dazu findet ihr auch unter: http://kjrlsa.de/Abschlussdoku-WS-Reihe-MULE

Das war jedoch nur der Anfang. Jetzt wollen wir unsere Ziele und Maßnahmen konkret in die Landespolitik tragen.​
In fünf digitalen Konferenzen wollen wir dazu regionsspezfische Aspekte sammeln und im Rahmen der Leuchtturmthemen „Konsequenter Klimaschutz“ und „Nachhaltiger Konsum“ weiterdenken.
Hier geht es zur Anmeldung: http://kjrlsa.de/Anmeldung-JMZ-Regionalkonferenzen

Im Herbst wollen wir auf einer Tagung im Harz die Ergebnisse der Konferenzen zu einem Positionspapier bündeln und mit Expert*innen aus Wissenschaft und Politik diskutieren. Hier sollen auch die Ergebnisse der Umfrage einfließen.

Erklärung Nachhaltigkeit
Wenn wir in unserem Fragebogen von Nachhaltigkeit reden, meinen wir soziale Nachhaltigkeit (die Achtung und Förderung von Menschenrecht und Menschenwürde), ökologische Nachhaltigkeit (Umwelt und Ressourcen schonen) und ökonomische Nachhaltigkeit (Entwicklungen und Organisationen so planen, dass sie auf lange Sicht nachhaltig produzieren und agieren können).

VonMartin Gneist

JMZ-Regionalkonferenzen 2020

Nachdem wir aufgrund der Corona-Pandemie einiges an Jahresplanung neu strukturieren mussten, sind wir nun endlich an dem Punkt an dem wir unsere Regionalkonferenzen durchführen können.

Hier geht es zur Anmeldung: http://kjrlsa.de/Anmeldung-JMZ-Regionalkonferenzen

Worum geht’s?
Letztes Jahr starteten wir einen Prozess, bei dem wir gemeinsam mit jungen Menschen aus Sachsen-Anhalt die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes kritisch unter die Lupe nahmen und unsere Perspektive auf dem Nachhaltigkeitskongress stark machten. Das war jedoch nur der Anfang. Jetzt geht darum, unsere Ziele und Maßnahmen konkret in die Landespolitik einzubringen.

Mehr Infos dazu findet ihr auch unter: http://kjrlsa.de/Abschlussdoku-WS-Reihe-MULE

Was haben wir vor?
In fünf digitalen Konferenzen wollen wir dazu regionsspezfische Aspekte sammeln und im Rahmen der Leuchtturmthemen „Konsequenter Klimaschutz“ und „Nachhaltiger Konsum“ weiterdenken.

Wo wollen wir hin?
Im Herbst wollen wir auf einer Tagung im Harz die Ergebnisse der Konferenzen zu einem Positionspapier bündeln und mit Expert*innen aus Wissenschaft und Politik diskutieren. Denn die Landtagswahlen 2021 stehen bereits vor der Tür und die Ideen und Bedarfe junger Menschen müssen auch darüber hinaus wirksam einbezogen werden.

Was ist für euch noch wichtig?
Die Regionalkonferenzen finden alle digital statt, deshalb ist es wichtig, dass ihr eure E-Mail-Adresse angebt, damit wir euch die Zugangsdaten zur jeweiligen Konferenz zukommen lassen können.

Solltet ihr noch Fragen haben, dann schreibt uns einfach eine Mail an jugendmachtzukunft@kjr-lsa.de oder meldet euch bei facebook oder instagram bei uns!

Wir freuen uns auf euch!

VonMartin Gneist

Landesministerien beantworten Fragen junger Menschen zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“

Die Fragen resultierten aus der Workshop-Reihe „MitWirken! Deine Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen-Anhalt!“

Im Rahmen der Workshop-Reihe „MitWirken! Deine Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen-Anhalt!“ wurden durch das Projekt „Jugend Macht Zukunft“ gemeinsam mit fast 140 jungen Menschen und weiteren Akteur*innen aus Sachsen-Anhalt die Nachhaltigkeitsstrategie das Landes untersucht.

Eine Dokumentation dazu findet ihr hier: http://kjrlsa.de/Abschlussdoku-WS-Reihe-MULE  
Die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt könnt ihr hier nachlesen: https://bit.ly/2RA8Rdo

Während der einzelnen Workshops wurden verschiedene Fragen zur Strategie erarbeitet, die im Anschluss an die dafür zuständigen Ministerien weitergeleitet wurden. Hier findet ihr nun den gesamten dazugehörigen Antworten-Katalog. Wenn ihr wollt, könnt ihr zu den jeweiligen Antworten Feedback geben. Nutzt dazu einfach die Kommentarfunktion. Wir leiten eure Anmerkungen an die entsprechende Stelle weiter.

Allgemeines an alle Ministerien

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr

https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=tSMod06Px0ClhfnlUBOTOxAqE6MxIeFGl6v7PTBXQWZUNUVQNUlER0o1MkxMUTM0UjVMSTZXT1lDUC4u

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration

Ministerium für Inneres und Sport

Ministerium für Justiz und Gleichstellung

Ministerium für Bildung

Ministerium der Finanzen

Staatskanzlei und Ministerium für Kultur

VonMartin Gneist

JugendMachtZukunft auf dem Vorbereitungstreffen der Bundesjugendkonferenz in Berlin

Ein Erfahrungsbericht von Marie (Junge Zukunftsgestalterin)

Mein Tag beginnt heute etwas später als üblich. Anstatt wie sonst gegen dreiviertel acht die Arbeit bei meiner FSJ-Einsatzstelle zu beginnen, stehe ich diesen Freitag etwa eine Stunde später frierend am Bahnhof in Magdeburg und warte auf meinen Bus nach Berlin. Ich bin zu einem Workshop eingeladen, auf dem es um die Bundesjugendkonferenz 2020 gehen soll. Dafür waren Jugendliche mit Erfahrungen in der Zusammenarbeit von Politik und Jugend gesucht worden und „Jugend Macht Zukunft“ hatte Jennifer, Michelle und mich als Junge Zukunftsgestalterinnen angefragt, ob wir uns beteiligen wollen. Der Grund für das Treffen ist aus meiner Sicht ziemlich erfreulich: eine Veranstaltung, bei der es um junge Menschen geht, soll nicht wie normalerweise üblich ausschließlich von Erwachsenen, sondern von anderen jungen Menschen mit geplant werden.

Auf der Fahrt lese ich mir die Bundesjugendstrategie durch, ein 168-seitiges Dokument, das in den letzten Jahren ebenfalls unter Beteiligung von Jugendlichen erarbeitet und im Dezember 2019 vom Kabinett beschlossen worden war. Angesichts des Umfangs der Strategie will ich sie eigentlich nur grob überfliegen, lese mich dann aber doch irgendwie fest. Sie ist aufgeteilt in 9 Themenfelder, zu denen insgesamt 163 mehr oder weniger konkrete Maßnahmen aufgelistet sind, die sich die Bundesregierung vornimmt. Besonders faszinieren mich die Beispielprojekte, die nach den Maßnahmen aufgeführt sind: von den meisten habe ich noch nie etwas gehört, aber es ist schön zu sehen, wie viele gute Ideen es doch schon gibt.

In Berlin angekommen bahne ich mir den Weg durch den Betondschungel und stehe schließlich pünktlich vor dem Gebäude an der Spree, das als „Haus der Jugendarbeit“ verschiedenste Jugendinteressensverbände beherbergt. Eine davon ist die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, kurz AGJ, deren im Januar 2019 ins Leben gerufene Projekt „jugendgerecht.de“ das Ziel verfolgt, Eigenständige Jugendpolitik in Deutschland zu stärken.

Zwei Vertreter*innen von jugendgerecht.de sowie je ein*e Vertreter*in der Servicestelle Jugendstrategie sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sind beim heutigen Treffen anwesend. Das BMFSFJ ist federführend verantwortlich für die weitere Umsetzung der Jugendstrategie und stimmt sich mit allen anderen Ministerien im Rahmen einer eigens eingerichteten interministeriellen Arbeitsgruppe darüber ab. Gemeinsam mit jugendgerecht.de und der Servicestelle Jugendstrategie plant es am 11.-13. September 2020 eine Konferenz, die eine weitere Beteiligung von Jugendlichen ermöglichen soll. Und bei der Planung dieser Konferenz können wir acht Jugendlichen heute mitwirken.

Bei der obligatorischen Vorstellungsrunde wird deutlich, dass junge Menschen aus allen Ecken Deutschlands anwesend sind, alle mit unterschiedlichen Erfahrungen. Ein Teil der Gruppe hat schon bei anderen Konferenzen im Vorfeld mitgewirkt, andere – wie ich – hatten sich erst kurz vorher zum ersten Mal damit beschäftigt. Im weiteren Verlauf des Tages wird sich aber zeigen, dass diese Mischung sehr gut funktioniert.

Zunächst werden wir vom verantwortlichen Referenten im BMFSFJ auf den neuesten Stand gebracht und blicken zurück auf die Jugendpolitiktage 2017 und 2019 sowie die Veranstaltung im Rahmen des Kabinettbeschlusses. Dann geht es an die inhaltliche Arbeit: wir finden uns in kleinen Gruppen zusammen und formulieren unsere Erwartungen an die Veranstaltung: was wollen wir, was wollen wir nicht. Das ist teilweise gar nicht so einfach. Die Konferenz soll ein Arbeitstreffen werden, deshalb darf die Anzahl der Teilnehmenden nicht zu hoch sein. Gleichzeitig wollen wir aber möglichst vielen jungen Leuten die Chance geben, mitzuwirken. Wir suchen einen möglichst breiten Querschnitt an Jugendlichen, stehen aber dadurch vor dem Problem, dass alle unterschiedliches Vorwissen mitbringen und man deshalb viel Zeit braucht, um alle auf den gleichen Stand zu bringen. Würde man nur Leute aussuchen, die schon ein gutes Vorwissen zur bisherigen Geschichte der Jugendstrategie und der Arbeitsweise der Bundesregierung haben, könnte man sich diese Zeit sparen, würde dafür jedoch überhaupt nicht mehr die ganze Vielfalt von Jugendlichen wiederspiegeln. Solche Sachen diskutieren wir.

Nach dem allgemeineren Teil sehen wir uns das bisher geplante Programm an. Wir werden darüber informiert, was geplant ist und überlegen dann als Gruppe, ob man daran noch etwas verbessern kann. Wie schon zuvor geben die Verantwortlichen die Richtung der Diskussion vor, halten sich dann aber weitgehend zurück und lassen uns reden. Dabei schreiben sie stetig mit und fragen stellenweise nochmal genauer nach. Das Programm ist wirklich noch eine Arbeitsgrundlage, sodass unsere Ideen leicht aufgenommen und aus unserer Sicht unnötige Dinge gestrichen werden können. Sogar einige Themen für die Workshops stehen noch nicht fest, sodass wir hier eigene Schwerpunkte setzen können.

Nach einem langen und anstrengenden, trotzdem aber sehr produktiven und lohnenden Tag sind wir gegen 19.30 Uhr fertig. In den wenigen Stunden haben wir super viel geschafft und konnten uns als junge Menschen aktiv in die Bundespolitik einbringen. Ich freue mich schon auf die weitere Zusammenarbeit mit den Beteiligten und natürlich auf die Bundesjugendkonferenz im September.

Jetzt noch ein bisschen durchatmen und das abendliche Berlin genießen, dann fährt 22 Uhr mein Bus zurück nach Magdeburg.

Falls sich jemand die Jugendstrategie mal ansehen oder sich über das Thema Eigenständige Jugendpolitik informieren will, hier die Links:

Jugendstrategie der Bundesregierung: https://www.bmfsfj.de/blob/141940/a9789d196ec8313b0b6bda4d5fd18eae/in-gemeinsamer-verantwortung-politik-fuer-mit-und-von-jugend-data.pdf

Eigenständige Jugendpolitik: www.jugendgerecht.de

VonInga

Neue Publikationen online

Auf unserer Seite mit Publikationen ist in den letzten Wochen und Monaten Einiges in Bewegung geraten. Unter anderem findet ihr dort jetzt das „FAQ zum Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Kinder- und Jugendhilfe & Schule“ und die Broschüre: „Gelebte Demokratie – Jugendpartizipation in Sachsen-Anhalt“ sowie die neuen juleica Materialien zum Thema Erste-Hilfe und Umgang mit Alkohol auf Jugendfreizeiten. Schaut doch mal vorbei unter:

https://www.kjr-lsa.de/service/publikationen/

VonInga

Onlinebeteiligung zum Jugendpolitischen Programm gestartet

Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration hat eine Online-Beteiligung gestartet, um herauszufinden, wie junge Menschen in Sachsen-Anhalt konkret daran beteiligt werden wollen.

➡️ Bis zum 1. März können Jugendliche Ideen und Forderungen auf der Webseite www.jugendpolitik-sachsen-anhalt.de einbringen.

Als KJR LSA begleiten wir bereits seit mehreren Jahren, u.a. mit unserem Projekt Jugend Macht Zukunft, die Vorbereitungen zur Erstellung eines Jugendpolitischen Programmes für Sachsen-Anhalt!

Ziel des Programmes ist es, die Pespektiven junger Menschen in Sachsen-Anhalt noch stärker in den Blick zu nehmen und diese fest im Regierungshandeln zu verankern.

In diesem Jahr arbeiten wir dabei als Mitglied in einer interministeriellen Arbeitsgruppe gemeinsam an der konkreten Ausgestaltung des Ganzen.

?Die Hinweise werden in der interministeriellen Arbeitsgruppe ausgewertet und fließen in das Jugendpolitische Programm der Landesregierung letztlich auch ein.

Also beteiligt euch, informiert eure Freunde, teilt den Link in eure Kanäle, damit möglichst viele junge Menschen ihre Meinungen wirksam einbringen können!

VonInga

Jugend Macht Zukunft auf dem Nachhaltigkeitskongress in Halle!

Engagierte junge Menschen aus Sachsen-Anhalt stellten gestern auf dem Nachhaltigkeitskongress die Ergebnisse der Workshop-Reihe „MitWirken! Deine Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen-Anhalt!“ vor!

Im Oktober hatte unser Projekt Jugend Macht Zukunft im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie 5 Workshops in den Planungsregionen Sachsen-Anhalts durchgeführt und mit 137 jungen Menschen die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes aus ihrer Perspektive bewertet und ergänzt!

Die Ergebnisse und Forderungen könnt ihr nun in der Abschlussdoku hier nachlesen: http://kjrlsa.de/Abschlussdoku-WS-Reihe-MULE

Im Rahmen des Kongresses übergaben die Jugendlichen ihre Forderungen, symbolisch an einer Linde befestigt, dem Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff persönlich auf der Bühne. Dieser lud uns für das kommenden Frühjahr dazu ein, gemeinsam den Baum an der Staatskanzlei zu verpflanzen und damit verbunden noch einmal über die konkreten Ideen zu diskutieren (https://twitter.com/reinerhaselo…/status/1202181178528284672).

Wir freuen uns sehr über das Interesse, die Einladung und den geplanten Austausch!

VonMartin Gneist

Workshop-Reihe „MitWirken! Deine Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen-Anhalt!“

Der Oktober bringt frischen Wind in unser Projekt „Jugend Macht Zukunft“ und in die Planungsregionen Sachsen-Anhalts! Denn unser Projektteam wird sich im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) eines neuen Leuchtturmthemas annehmen, das aktueller nicht sein kann: „Nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt“

Zur Anmeldung für die Workshop-Reihe „MitWirken! Deine Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen-Anhalt!“ geht es hier: https://bit.ly/2leNLUY

Worum geht es?
Anfang des Jahres wurde die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt veröffentlicht (Hier zu finden: http://lsaurl.de/NachhaltigkeitsstrategieLSA), in der sich das Land Ziele und Maßnahmen gesetzt hat, um Sachsen-Anhalt nachhaltig zu gestalten!

Was passiert in den Workshops?
Das MULE möchte nun wissen, wie junge Menschen auf diese Strategie blicken. Ist diese jugendgerecht? Sind die Ziele und Maßnahme aus der Perspektive junger Menschen ausreichend und sinnvoll? Oder muss ergänzt werden? Das und noch mehr soll in den Workshops herausgefunden werden!

Hierzu werden gemeinsam mit jungen Menschen und weiteren Expert*innen 5 Workshops in den Planungsregionen Sachsen-Anhalts durchgeführt:

15.10.2019 (10-14 Uhr); Quedlinburg, Kreis-Kinder- und Jugendring Harz e.V.:
https://www.facebook.com/events/737328716688862/

17.10.2019 (10-14 Uhr); Salzwedel, Jeetzeschule:
https://www.facebook.com/events/506499760168403/

22.10.2019 (10-14 Uhr); Halle (Saale), Landesinstitut Für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA):
https://www.facebook.com/events/401499070537330/

24.10.2019 (10-14 Uhr); Bitterfeld-Wolfen, Europagymnasium „Walther Rathenau“:
https://www.facebook.com/events/388545301809628/

28.10.2019 (10-14 Uhr); Magdeburg, Forum Gestaltung e.V.:
https://www.facebook.com/events/2331219700524880/

Hier kommt ihr direkt zur Anmeldung: https://bit.ly/2leNLUY

Das Wichtigste zum Schluss!
Die Ergebnisse der Workshops werden Anfang Dezember auf dem Nachhaltigkeitskongress des Landes Sachsen-Anhalts gemeinsam mit jungen Menschen vorgestellt!

Alles kommt vorbei und beteiligt euch!

Wir freuen uns auf die Workshops und darauf, viele von euch dort wiederzusehen oder neu kennenzulernen!

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