Kategorien-Archiv Bildung

VonInga

Denkfabrik Jugendarbeit und Schule: Ganztag gemeinsam gestalten

Zur „Denkfabrik Jugendarbeit und Schule: Ganztag gemeinsam gestalten“ kamen am 14.11.2019 insgesamt 27 Akteur*innen zusammen.

Bereits im Rahmen der Impulse gab es zahlreiche interessierte Nachfragen und erste kleinere Diskussionen dazu, wie Ganztag funktionieren kann. Vorgestellt wurden zwei konkrete Ganztagskonzepte, wobei das eine aus Sicht der Schüler*innen und das andere aus der Sicht einer Pädagogin vorgetragen wurde.

Im zweiten Teil diskutierten die Teilnehmenden aus den sehr unterschiedlichen Arbeitsbereichen (z.B. Schule, Hort, Jugendverband, Jugendamt, Jugendring) die Frage wie Ganztag gemeinsam gestaltet werden kann. Hierbei kamen sehr unterschiedliche Aspekte zur Sprache.

Neben anfänglich aufgeworfenen rechtlichen Fragen, z.B. zum Thema Versicherung, ging es in der Diskussion auch um Rahmenbedingungen, wie z.B. die Tatsache, dass durch die zu geringe Zahl der Lehrkräfte derzeit die AG-Zeiten kaum noch durch diese mit abgedeckt werden können und dadurch die Erfahrungswelten vormittags Schule und nachmittags Ganztag zum Teil noch weiter auseinander gehen. Deutlich wurde an diesem Beispiel, wie wichtig die Kommunikation für die Kooperation, aber auch die Haltung insgesamt in Bezug auf die Kooperation ist.

Der Aspekt der Haltung und des Zutrauens spielte auch beim zweiten Wichtigen Themenkomplex eine zentrale Rolle. Es ging dabei darum, dass die Schüler*innen im Rahmen des Ganztages selbstständig die Leitung von AG´s übernehmen. Hierbei spielte auch der Punkt der Begleitung eine wichtige Rolle. Dazu kamen sehr konkrete Fragestellungen z.B. zur Frage der Schlüsselgewalt oder der Aufsichtspflicht.

Insbesondere für den ländlichen Raum gibt es einen Bedarf an innovativen Ideen. Schule kann hier neben dem Bildungsraum auch zum Lebensraum für junge Menschen werden, wie die beiden Impulsbeispiele zeigen. Dies beginnt dort, wo die Schule auch nach dem Unterricht noch für Schüler*innen offensteht und so Räume zum Treffen eröffnet werden. Eine Chance für Kooperationen, insbesondere mit der offenen Jugendarbeit, ergibt sich auch aus der Tatsache, dass AG-Angebote zum Teil deutlich nach Schulschluss liegen. Solche „Wartezeiten“ aber auch Zeiten bis zur Busabfahrt könnten so aktiv durch und mit den jungen Menschen gestaltet werden. Hierfür bedarf es ein klares Bekenntnis aller zur Öffnung von Schule in den Sozialraum.

Deutlich war der Appell der anwesenden jungen Menschen, die Schüler*innen in Entscheidungsprozesse rund um die Kooperation, aber auch in das schulische Leben insgesamt deutlich stärker einzubeziehen.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit SJD-Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. statt und wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt sowie das Bildungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt.

VonInga

Vereinbarung zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe

zwischen dem Kultusministerium (MK), dem Ministerium für Arbeit und Soziales (MS) und dem Kinder- und Jugendring Sachsen- Anhalt e.V. (KJR LSA)

Präambel

Der gesetzliche Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule und die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe gemäß SGB VIII stimmen in ihren grundlegenden Zielsetzungen überein. Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe –nachfolgend Jugendhilfe*- sollen die Persönlichkeit junger Menschen stärken und sie zu eigenverantwortlichem Handeln sowie auf die Wahrnehmung von Aufgaben für die Gemeinschaft vorbereiten und hierzu befähigen. Beide Professionen leisten dabei mit ihren spezifischen Ressourcen und Kompetenzen einen wesentlichen Beitrag, um die Lebens- und Lernsituation von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern.

Grundlage der Arbeit beider Bereiche sind die Individualität und damit auch die unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse junger Menschen. Der Ansatz der Inklusion nimmt diese Vielfalt auf, wertschätzt sie und setzt sich eine Gesellschaft zum Ziel, in der jeder Mensch als Teil der Gemeinschaft (Klasse, Jugendgruppe) anerkannt und respektiert wird. Die Kooperation von Schule und Jugendhilfe muss diesen Gedanken aufgreifen und einen ressourcenorientierten Umgang mit Differenzen entwickeln. Damit nimmt die Kooperation nicht nur einzelne junge Menschen und deren Bedürfnisse und Probleme in den Blick, sondern richtet sich gleichermaßen an die Gesamtgruppe in der Gewissheit, dass die Unterschiedlichkeit der jungen Menschen maßgeblich dazu beitragen kann, Erfolgserlebnisse zu schaffen bzw. kritische Situationen gemeinschaftlich aufzufangen.

weiterlesen
VonInga

Denkfabrik Jugendarbeit und Schule: Europa und Europawahlen.

Methodenworkshop für Multiplikator*innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Datum: 04. April 2019 von 13:15 bis 17:15 Uhr
Ort: Magdeburg

Im Mai 2019 findet in 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Europawahl statt. Ein überaus wichtiges Ereignis, welches jedoch im pädagogischen Rahmen schwer zu fassen ist und die Fachkräfte sowohl in Jugendarbeit als auch in Schule vor vielfältige Herausforderungen stellt. Die Themen Europa und Europawahl sind äußerst umfassend und vor allem für junge Menschen nicht einfach zu verstehen. Die Denkfabrik gibt vielfältige Anregungen und Vorschläge, um sich diesem Themenkomplex anzunähern, Wissen methodisch zu vermitteln und für junge Menschen greifbar zu machen. Gemeinsam nähern wir uns der Frage, wie wir mit jungen Menschen über Europa ins Gespräch kommen können und den Prozess der Meinungsbildung anregen. Neben den Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit möchten wir im Besonderen auch Lehrer*innen aus den verschiedensten Schulformen, Multiplikator*innen aus U18-Wahllokalen und alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch einladen.

Der Teilnehmendenbeitrag beträgt 5 € und ist im Vorfeld der Veranstaltung zu entrichten. Anmeldungen sind ab sofort unter: http://kjrlsa.de/DF-Europa möglich.

Eine Anmeldung unter http://kjrlsa.de/DF-Europa ist ab sofort möglich.

Hinweis auf DF Jugendarbeit und Schule

vorläufiger Ablauf

Ankommen, Anmeldung, Begrüßung

Slot A: Argumente für Europa: Wie nähere ich mich als Pädagog*in/Multiplikator*in dem Thema Europa?

Daniel Adler (JEF)Daniel Adler (JEF)

Slot B: Mit jungen Menschen über Europa ins Gespräch kommen – aber wie? Methoden zur Vermittlung und Meinungsbildung

Daniel Adler (JEF) & N.N. (JEF)

Slot C: Europa mitgestalten
Die U18-Europawahl als Praxisbeispiel

Meike Achtel (Wahlort4 – KJR LSA)

Auswertung und Ausklang

Förderung

Die Denkfabrik wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt sowie das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

Vonadmin

Jugendverbände beschließen Position zum Thema Bildung

Die im Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. zusammengeschlossen Jugendverbände haben auf ihrer Mitgliederversammlung vom 10.03.2018 folgendes Positionspapier verabschiedet

POSITIONSPAPIER KJR LSA JUGENDARBEIT UND SCHULE
Im Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. organisieren sich verschiedenste Jugendverbände. Diese Vielfalt an Trägern und verschiedenen Werten ist grundlegend für eine lebendige Jugendverbandslandschaft. Als Kinder- und Jugendverbände sind wir Vermittler zwischen Individuum und Gesellschaft, durch Mitwirkung in unseren Strukturen sollen unsere Mitglieder Gesellschaft erfahren und gestalten. In diesem Positionspapier wollen wir unsere Standpunkte zu dem Spannungsfeld Jugendarbeit und Schule darstellen.

weiterlesen