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Ergebnisse der U18-Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Vom 22. bis 28. August 2026 haben 3.123 Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt bei der U18-Landtagswahl ihre Stimme abgegeben. In insgesamt 62 selbstorganisierten Wahllokalen konnten junge Menschen zeigen, welche Parteien und politischen Themen ihnen wichtig sind.

Nach Auszählung aller Stimmen liegt Die Linke mit 31,02 % vorn. Es folgen die AfD mit 22,11 %, Bündnis 90/Die Grünen mit 12,74 %, die SPD mit 8,68 % und die CDU mit 6,63 %. Auf weitere Parteien entfallen zusammen 18,81 % der Stimmen.

Nachwahlbefragung zeigt Themen und Stimmungen junger Menschen

Begleitend zur U18-Wahl hat der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem Department of Psychology der FernUniversität in Hagen eine wissenschaftliche Nachwahlbefragung durchgeführt. Insgesamt nahmen 197 junge Menschen zwischen 10 und 17 Jahren daran teil. 30 % der Teilnehmenden kamen aus urbanen Gebieten, 70 % aus dem ländlichen Sachsen-Anhalt. 40 % besuchten eine Sekundarschule, 20 % eine Gemeinschaftsschule, 33 % ein Gymnasium und 8 % eine Berufsschule.

Als besonders wichtige politische Themen nannten die Befragten:

  • Schule und Bildung: 75 %
  • Soziales und Unterstützung: 66 %
  • Demokratie, Wahlen und Zusammenleben: 57 %

Auch bei den Parteipräferenzen zeigte sich ein ähnliches Bild wie bei der U18-Landtagswahl. Bei einer direkten Wahl der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten würde Eva von Angern (Die Linke) auf Platz 1 liegen, dicht gefolgt von Ulrich Siegmund (AfD). Auf Platz 3 folgt Susan Sziborra-Seidlitz (Bündnis 90/Die Grünen)

Junge Menschen blicken kritisch auf ihre Zukunft

Die Befragung gibt auch Einblicke in die Lebenszufriedenheit und Zukunftserwartungen junger Menschen in Sachsen-Anhalt. Nur 22 % der Befragten sind mit ihrem Leben in Sachsen-Anhalt zufrieden. 33 % schätzen ihre persönliche Zukunft als gut oder sehr gut ein. Die Zukunft Sachsen-Anhalts insgesamt bewerten lediglich 22 % positiv.

Auch bei den Einschätzungen zu Demokratie und politischer Repräsentation zeigt sich ein differenziertes Bild: 66 % halten Demokratie für die beste Regierungsform, gleichzeitig sind nur 27 % mit der Demokratie insgesamt zufrieden. Lediglich 13 % stimmen der Aussage zu, dass Politiker*innen verstehen, was junge Menschen wollen.

Die Nachwahlbefragung ist aufgrund der kleinen Stichprobe nicht repräsentativ für alle jungen Menschen in Sachsen-Anhalt. Sie liefert jedoch wichtige Hinweise auf politische Einstellungen, zentrale Themen und Zukunftserwartungen junger Menschen im Land.