
Inklusion und Vielfalt sind essenziell, weil sie allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – unabhängig von Behinderungen, Herkunft oder anderen individuellen Merkmalen – die gleichberechtigte Teilhabe an Bildung, Freizeit und gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht. Sie fördert gegenseitiges Verständnis, baut Barrieren ab und schafft ein Umfeld, in dem Vielfalt als Bereicherung wahrgenommen wird. Mit inklusiven Ansätzen trägt die Jugendarbeit dazu bei, Diskriminierungen entgegenzuwirken und allen jungen Menschen die Chance auf Selbstverwirklichung und Gemeinschaft zu bieten.
Fachtag Inklusion
Der Fachtag Inklusion des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V. ist eine regelmäßig stattfindende Fachveranstaltung, bei der sich Haupt- und Ehrenamtliche aus Jugendverbänden und der Kinder- und Jugendhilfe zu Themen der Teilhabe und Chancengerechtigkeit fortbilden und vernetzen. Im Mittelpunkt stehen praktische Methoden, Grundlagen sowie der Austausch darüber, wie Kinder- und Jugendverbände inklusiver gestaltet werden können – z. B. in Bezug auf Barrierefreiheit, Diskriminierungsschutz, Diversität oder Teilhabe von jungen Menschen mit Behinderungen und Benachteiligungen.
Der nächste Fachtag Inklusion wird am 18. Juni 2026 stattfinden. Anmelden könnt ihr euch unter: https://www.kjr-lsa.de/unsere-termine/
Am 21. August 2025 fand im einewelt Haus Magdeburg unser zweiter Fachtag zum Thema Inklusion statt. Unsere Referentin Constanze Weber begrüßte die 20 Teilnehmer*innen in Leichter Sprache und führte durch den gesamten Tag.
Am Vormittag hielt Sharon Maple einen digitalen Vortrag zu barrierefreien und bedürfnisorientierten Veranstaltungen. Anschließend machte Janine Radeke anhand praxisnaher Beispiele deutlich, wie viele Stolpersteine die deutsche Sprache enthält und regte zur Reflexion eigener Sprachgewohnheiten an.
Am Nachmittag eröffnete Béla Dörr eine vertiefende Auseinandersetzung mit Machtstrukturen am Beispiel von Queerness und Behinderung. In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmer*innen eigene Bilder, Handlungsmöglichkeiten und Normalitätsvorstellungen. Den praktischen Abschluss gestaltete Frank Parentin mit barrierearmen Bewegungsangeboten. Die Übungen waren so angelegt, dass sie unabhängig von Hörvermögen, Sehvermögen oder Mobilität gemeinsam bewältigt werden konnten. Die Ergebnisse des Tages wurden auf einer Pinnwand gesammelt, die eine große Vielfalt an Ideen und Perspektiven sichtbar machte.
In diesem Jahr fand zum ersten Mal der Fachtag Inklusion statt. Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung in Einfacher Sprache von Constanze Weber, Referentin für Jugendpolitik. Im Anschluss hielt Constanze Weber einen Einstiegsvortrag zum Thema Inklusion. Danach referierte Beccs Runge von Minzgespinst über unsichtbare Behinderungen und chronische Erkrankungen. Am Nachmittag leitete Beccs Runge einen Workshop zum Thema »1 mal 1 Autismus«, während Tina Gerdes (Sozialverband VdK Bayern e.V.) einen hybriden Workshop zum Austausch über konkrete Jugendbildungsmaßnahmen durchführte.
Innovationsfond „Inklusion“
Mit unserem Innovationsfonds Jugendarbeit „Inklusion“ möchten wir landesweite Jugendverbände und freie Träger der Jugendhilfe, die landesweit Jugendbildungsmaßnahmen durchführen, ermutigen, innovative Projekte zur Inklusion in der Jugendarbeit zu entwickeln. Teilnahmeberechtigt mit je einem Projekt sind Organisationen, die als landesweiter Träger der Jugendhilfe anerkannt, landesweite Jugendbildungsmaßnahmen anbieten oder Mitglied im Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V. sind.
Ziel ist es, durch Mikro-Projekte neue Ansätze zur Inklusion zu schaffen, die als Vorbild für andere dienen können. Dafür stehen Förderungen von jeweils bis zu 3.000 Euro bereit, die von Stiftung Demokratische Jugend gefördert werden. Die Projekte sollen kreative und innovative Ansätze verfolgen, verschiedene Themenfelder abdecken und sich an eine vielfältige Zielgruppe richten, einschließlich Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen.
Die ausgewählten Mikro-Projekte erstellen am Ende der Projektlaufzeit Kurzberichte, die als „Good Practice“-Beispiele auf unserer Website veröffentlicht werden. Bei Bedarf und Fragen unterstützt euch unsere Referentin Constanze Weber.

Die 3 Mikro-Projekte aus 2025
Die ausgewählten Mikro-Projekte erstellen am Ende der Projektlaufzeit Kurzberichte, die als „Good Practice“-Beispiele auf unserer Website veröffentlicht werden. Dieser wird voraussichtlich im Dezember 2025 hier veröffentlicht.
Die ausgewählten Mikro-Projekte erstellen am Ende der Projektlaufzeit Kurzberichte, die als „Good Practice“-Beispiele auf unserer Website veröffentlicht werden. Dieser wird voraussichtlich im Dezember 2025 hier veröffentlicht.
Die ausgewählten Mikro-Projekte erstellen am Ende der Projektlaufzeit Kurzberichte, die als „Good Practice“-Beispiele auf unserer Website veröffentlicht werden. Dieser wird voraussichtlich im Dezember 2025 hier veröffentlicht.
Vielfalt
Queere Fachtagung „Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren“
Die queere Fachtagung „Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren“ ist eine jährlich stattfindende Fachveranstaltung in Sachsen-Anhalt. Sie sensibilisiert Fachkräfte für die Arbeit mit queeren Kindern und Jugendlichen, vermittelt praxisnahe Methoden und fördert den Austausch über aktuelle Herausforderungen. Durch wechselnde Veranstaltungsorte werden landesweit Fachkräfte einbezogen. Die Tagung ist inzwischen ein anerkanntes Forum zur Stärkung inklusiver Strukturen.
Die queere Fachtagung wird vom Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe organisiert und in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen durchgeführt. Die Tagung wir durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Modellprojektes „Demokratie leben!“ und vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalts gefördert.
Weitere Informationen unter: https://www.queere-fachkonferenz.de/
Queere Kinder und Jugendliche erleben weiterhin Ausgrenzung und sind durch den Rechtsruck verstärkt psychischen Belastungen ausgesetzt. Diskriminierung im Alltag und im familiären Umfeld beeinträchtigt ihre Gesundheit erheblich.
Die Fachtagung 2024 rückt deshalb den Schutz und die Förderung der psychischen Gesundheit junger queerer Menschen in den Mittelpunkt und vermittelt Fachwissen sowie Methoden für eine sensiblere Praxis.
Mehr lesen unter: https://www.queere-fachkonferenz.de/2025-2/
Queere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erleben derzeit sowohl wachsende Sichtbarkeit und rechtliche Fortschritte als auch zunehmende Queerfeindlichkeit. Dies führt zu Unsicherheiten und Belastungen, auf die Fachkräfte in Jugendhilfe, Schule und Schulsozialarbeit reagieren müssen.
Die Fachtagung 2024 setzt Impulse für Sensibilisierung, Empowerment und Schutzräume. Sie zeigt Erfahrungen junger LSBTIQ*+ Menschen auf und vermittelt praxisnahe Methoden, um Inklusion zu fördern und dem gesetzlichen Auftrag nach SGB VIII §9/3 gerecht zu werden.
Mehr lesen unter: https://www.queere-fachkonferenz.de/2024-coming-soon/
Übergänge wie Schulwechsel, Ausbildung oder Hilfen stellen Kinder und Jugendliche vor besondere Herausforderungen – verstärkt durch gesellschaftliche Normen von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit. Für queere junge Menschen braucht es daher gezielte Unterstützung und rechtliche Orientierung.
Die Fachtagung 2023 „Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren“ gibt Fachkräften sowie An- und Zugehörigen Impulse, wie Übergänge queersensibel begleitet werden können. Sie vermittelt Methoden, Instrumente und Strategien zur Stärkung und Unterstützung queerer Jugendlicher.
Mehr lesen unter: https://www.queere-fachkonferenz.de/fachtagung-2023-2/
Queere Kinder und Jugendliche erleben in Kita, Schule oder Jugendarbeit oft Unsichtbarkeit und daraus resultierende Belastungen. Die Fachtagung zeigt auf, wie Fachkräfte sie besser unterstützen und Strukturen queersensibler gestalten können – mit besonderem Blick auf den ländlichen Raum.
Mehr lesen unter: https://www.queere-fachkonferenz.de/fachtagung-2022/
Am 27.02.2020 nahmen über 150 Personen am Fachtag in der Otto-von-Guericke-Universität teil. Im Mittelpunkt standen Methodenkompetenz, Geschlechterwissen und die Vernetzung von Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit und LSBTI-Community.
Staatssekretärin Susi Möbbeck betonte die Bedeutung der Unterstützung queerer Jugendlicher und forderte einen offenen Umgang mit Vielfalt. Ein Vortrag von Kevin Rosenberger und Kerstin Schumann verdeutlichte Bedarfe queerer Kinder und Jugendlicher. Anschließend fanden in vier Slots je zehn Workshops zu Strategien und Praxis statt.
Den Abschluss bildete ein Podium mit Vertreter*innen aus Jugendverbänden, Ministerien und der LSBTI-Community, das Erfolge wie auch strukturelle Defizite diskutierte. Der Tag wurde mit elf Partner*innen organisiert.
Begleitend erschien die Broschüre „FAQ zum Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Kinder- und Jugendhilfe & Schule“, erhältlich beim Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e. V. (https://www.kjr-lsa.de/wp-content/uploads/2020/10/FAQ-Vielfalt.pdf). FAQ steht für „Frequently Asked Questions“ und bedeutet „regelmäßig gestellte Fragen“.

Mehr lesen unter: https://www.queere-fachkonferenz.de/fachtagung-2020/ / https://www.geschlechtergerechtejugendhilfe.de/tagung_27-02-2020/
Der Fachtag widmet sich den Folgen der Einführung weiterer Geschlechtsidentitäten im Personenstandrecht für die Kinder- und Jugendhilfe. Im Fokus stehen die rechtlichen Grundlagen, die Situation und Bedarfe von trans*, inter* und nicht-heterosexuellen Jugendlichen sowie die Frage, wie diskriminierungsfreie, inklusive Umfelder geschaffen werden können.
Kern der Tagung sind praxisnahe Workshops für Fachkräfte aus Kita, Hort, außerschulischer Jugendarbeit, Schulsozialarbeit und Hilfen zur Erziehung. Sie bieten Empfehlungen und Strategien für eine gendersensible, vielfaltsorientierte Praxis.
Mehr lesen unter: https://www.queere-fachkonferenz.de/fachtagung-2019/
Fachtag Vielfalt in Hannover 2018
Zum großangelegten Fachtag der Inklusion mit einigen hundert Teilnehmer*innen, dem Fachtag Vielfalt, trafen sich Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit mit verschiedensten Hintergründen am 05. November 2018 im Freizeitheim Linden in Hannover. Veranstalter war der Landesjugendring Niedersachen mit seinen Projekten „next mosaik“, „next kultur“ und „next queer“. Vor allem sollten in Workshops und Impulsreferaten sowie Talkrunden mit Politiker*innen die Facetten der Diversität in all ihren Dimensionen beleuchtet werden. So gab es nach einer Key-Note (einem Impulsreferat) der Journalistin und Aktivistin Kübra Gümüşay die erste Workshoprunde, in welcher es für uns ganz praktisch darum ging, wie Inklusion funktionieren kann. Der Schwerpunkt lag in der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen. Den Einstieg in den Vortrag zu diversitätsorientierter Organisationsentwicklung durch den Referenten Dr. Andrés Nader gestalteten junge Ehrenamtler*innen, welche über die benannten Projekte aktiv sind. In der zweiten Workshopphase ging es um eine sogenannte queere juleica. Also konkret darum, wie die unterschiedlichen Geschlechtsentwürfe in die juleica-Ausbildung implementiert werden können. Den Abschluss bildete eine Gesprächsrunde mit Expert*innen.
Veröffentlichungen
Weitere Publikationen werden hier veröffentlicht: https://www.kjr-lsa.de/service/publikationen/
ABC zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt

Die wichtigsten Begriffe zum Thema Vielfalt einfach erklärt.
FAQ zum Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Kinder- und Jugendhilfe & Schule

Im FAQ findet ihr Antworten auf viele Fragen zum Thema geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Schule.