Im Vorfeld der kommenden Landtagswahl luden der DGB, der Paritätische Sachsen-Anhalt, die AWO, der Kinder- und Jugendring, der Verband für Erwachsenenbildung, Arbeit & Leben und der Landesfrauenrat am 18. Juni 2026 gemeinsam zu einem Wahlforum in Magdeburg ein. Ziel war es gemeinsam zu klären, wie ein zukunftsfähiges, vielfältiges, sozial starkes und demokratisches Sachsen-Anhalt aussehen kann.
Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zusammen, um mit den Spitzenkandidierenden beziehungsweise Vertreterinnen und Vertretern der eingeladenen Parteien ins Gespräch zu kommen. Im Speeddating-Format stellten sich CDU, SPD, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und BSW den Fragen der anwesenden Verbände, Organisationen und Gäste.

Als Interessenvertretung junger Menschen in Sachsen-Anhalt nutzten wir das Speeddating-Format, um mit den Kandidierenden gezielt über jugendpolitische Themen ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen die Wahlaltersenkung, die Förderung von Ferienfreizeiten und ein jugendgerechter Nachverkehr. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Vorstandsmitglied Tanja Rußack und Geschäftsführer Johannes Walter. Interessierte Teilnehmende hatten zudem die Möglichkeit, eigene Fragen an die Kandidierenden zu richten.



Beim Thema Ferienfreizeiten zeigte sich parteiübergreifend Einigkeit: Alle anwesenden Politikerinnen und Politiker betonten die Bedeutung von Ferienfreizeiten als wichtiges Element der Jugendarbeit und sprachen sich für deren weitere Förderung aus. Unterschiede offenbarten sich jedoch beim Umfang und der Ausgestaltung der geplanten Förderung.
Beim Thema Wahlaltersenkung zeigte sich die CDU verhalten, während die übrigen Parteien sich eine Absenkung des Wahlalters für Landtagswahlen grundsätzlich vorstellen können – die genannten Altersgrenzen schwankten dabei zwischen 14 und 16 Jahren. Auch ob dies nur das aktive oder auch passive Wahlrecht betrifft bewerteten SPD, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und BSW unterschiedlich.
Trotz unterschiedlicher politischer Antworten bekräftigten alle Beteiligten die Bedeutung der Jugend- und Jugendverbandsarbeit für Sachsen-Anhalt. Für den Kinder- und Jugendring bleibt klar: Die Anliegen junger Menschen müssen auch nach der Wahl Gehör finden – quer durch alle politischen Themen.





