Autor-Archiv Inga

VonInga

Salzlandkreis/Schönebeck:

Schließung eines Jugendclubs, da Drittmittel für die beiden Clubs des Trägers nicht rechtzeitig zur Verfügung standen und die Fördergelder des Landkreises nur für die Förderung einer Personalstelle ausreichen.

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Jugendarrest abschaffen

Als Ring haben wir im Rahmen der Anhörung am 07.06.2019 zum Gesetzesentwurf der Landesregierung zur Regelung des Vollzugs des Jugendarrestes (Landtagsdrucksache Nr. 7/3859) und zum Antrag der Fraktion DIE LINKE (Landtagsdrucksache Nr. 7/1852) Stellung genommen.

Wir lehnen den Jugendarrest grundsätzlich ab. Aus unser Sicht ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die jungen Menschen in den Blick nimmt, zielführender, um diesen eine Lebensperspektive ohne weitere Straftaten zu eröffnen. Da die grundsätzliche Abschaffung des Jugendarrestes allerdings in die Zuständigkeit des Bundes fällt, bitten wir die Landesregierung, sich auch auf Bundesebene für dieses Ziel einzusetzen.

Zuständig ist das Land dagegen für die Regelung, dass Schulversagen in letzter Konsequenz ebenfalls zu Jugendarrest führen kann. Hier besteht Handlungsbedarf: Junge Menschen gehören in die Schule, nicht in den Arrest. Wir haben daher die Regierungsfraktionen aufgefordert, das Schulgesetz entsprechend zu ändern.

Bis zur Abschaffung des Jugendarrests fordern wir im Rahmen unserer Stellungnahme drei wesentliche Punkte:

  1. die pädagogische Ausgestaltung des Jugendarrestes und die Einbindung externer Partner*innen
  2. die Wahrung der Rechte junger Menschen im Jugendarrest
  3. die wissenschaftliche Überprüfung bzw. eine Evaluation des Jugendarrestes

Ausführlich nachlesen könnt ihr die unterschiedlichen Punkte in unserer Stellungnahme zu den Drs. 7/3859 und Drs. 7/1852

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85 Teilnehmende bei der Fachtagung: offene Jugendarbeit

Impuls von Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt

Die Fachtagung „offene Jugendarbeit“ die am 15.05. im KJH HOT-Alte Bude in Magdeburg/Bukau stattfand, war gut besucht. Insgesamt waren 85 Personen vor Ort – ursprünglich geplant waren 40. Diese lauschten zuerst dem fachlichen Impuls von Prof. Peter-Ulrich Wendt (Hochschule Magdeburg-Stendal) unter dem Thema: „Offene Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt: Herausforderungen und Chancen“. Seine Erkenntnisse und Ausführung untersetzte er zudem mit konkreten Beispielen aus der Praxis Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt nahm dabei z.B. Bezug auf eher quantitative statt qualitativ ausgerichtete Jugendhilfeplanung oder auf ungleiche Strukturen der Förderung der offenen Arbeit.

Workshop 4: Mit dem Mitarbeiter*innentaxi unterwegs: Offene Arbeit in ländlichen Räumen

Anschließend erfolgte der Fachaustausch in den unterschiedlichen thematischen Workshops. Hier ging es um versteckte Kommunikation, Partizipation in den Einrichtungen offener Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendarbeit im ländlichen Raum sowie den Spagat zwischen fachlichem Anspruch und Selbstausbeutung.

Intensiv diskutiert wurde ebenfalls im FORUM Offene Arbeit in Sachsen-Anhalt, was sie leistet, was sie braucht. An der Diskussion teil nahmen Tobias Krull (MdL CDU), Kristin Heiß (MdL DIE LINKE), Cornelia Lüddemann (MdL B90/DIE GRÜNEN) sowie Isolde Hofmann (Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration) und Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt (Hochschule Magdeburg-Stendal). Ausgehend vor der Frage: Was die Offene Kinder- und Jugendarbeit leistet kamen die Diskussionsteilnehmenden schnell auf die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen zu sprechen.

Teilnehmende am FORUM „Offene Arbeit in Sachsen-Anhalt – Was sie leistet; was sie braucht“

Die Fachkräfte schilderten dabei sehr eindrücklich ihre Arbeitssituation. Eine Fachkraft berichtete, dass ihr im Schnitt nur 8,5 Minuten pro Besucher*in des Jugendzentrums bleiben. Das Sozialpädagogische Arbeit unter diesen Voraussetzungen nur sehr schwer möglich ist, war allen deutlich. Diskutiert wurde daher auch über konkrete Lösungsansätze z.B. die Bindung der Landesförderung an fachliche Standards, die Einführung eines Flächenfaktors, die Berücksichtigung von Investitionskosten oder die Sensibilisierung von Politiker*innen jenseits der Fachpolitiker*innen z.B. den Finanzer*innen für die Bedarfe der offenen Arbeit.

Re­al­sa­ti­re von und mit Lars Johansen

Am Ende der Fachtagung stand eine guten und kurzweiligen Zusammenfassung des Vormittages von Lars Johansen – bei der die Teilnehmenden unter anderem gelernt haben, dass das mit den unterschiedlichen (Geld-)Töpfen alles nicht so ganz stimmen kann, denn auf dem Teller kommt es am Ende immer alles wieder zusammen. Das Schlusswort übernahm Fabian Pfister (Vorsitzender des KJR LSA) der die Tagung in die aktuell laufende jugendpolitischen Prozesse einordnete und einen kurzen Einblick in die darüber hinaus geplanten Aktivitäten des Rings und seiner Partner*innen gab.

Auch die Auswertung der Feebackbogen ergab ein deutliches Ergebnis. Auf die Frage: Sollten aus Ihrer Sicht weitere Fachtagungen speziell für Mitarbeiter*innen der offenen Jugendarbeit angeboten werden? Antworteten alle, die einen Bogen ausgefüllten, mit ja.

Weitere Bilder der Fachtagung

Bei der Fachtagung handelte es sich um eine Fachtagung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V., der Internationaler Bund IB Mitte gGmbH, dem Deutschen Roten Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., der Evangelischen Jugend der EKM, Miteinander e.V. und der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Die Fachtagung wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt und durch das Engagement der beteiligten Träger und die Zurverfügungstellung ihrer Ressourcen ermöglicht

Fotos: Evangelische Jugend der EKM / KJR LSA

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gute kommunale Jugendpolitik

Im Rahmen der Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt entscheiden die Bürger*innen, darunter auch zahlreiche junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, über Vertreter*innen und Programme, die maßgeblich für die Gestaltung der Kommunalpolitik der nächsten fünf Jahre sein werden. Die sogenannte kommunale Ebene ist dabei in besonderem Maße der „Ort”, an dem junge Menschen aufwachsen, sich entwickeln, bilden und perspektivisch auch in die Ausbildung gehen und arbeiten werden. Um jungen Menschen in diesem Sinne gute Bedingungen zum Aufwachsen bieten zu können, braucht es eine gute Jugendpolitik in Kommunen, Landkreisen und Städten. Wir rufen daher dazu auf, folgende Anforderungen an eine gute Jugendpolitik auf kommunaler Ebene zu beachten und in die Diskussionen zur Kommunalwahl und in den nächsten fünf Jahren in die Kommunalpolitik in Sachsen-Anhalt einzubringen.

Als Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. haben wir uns im Vorfeld sowie auf unserer Mitgliederversammlung 2019 intensiv damit befasst was für eine gute kommunale Jugendpolitik wichtig ist. Aus den Ergebnissen ist eine Broschüre entstanden die wir euch hier zum Download bereit stellen.

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Vereinbarung zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe

zwischen dem Kultusministerium (MK), dem Ministerium für Arbeit und Soziales (MS) und dem Kinder- und Jugendring Sachsen- Anhalt e.V. (KJR LSA)

Präambel

Der gesetzliche Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule und die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe gemäß SGB VIII stimmen in ihren grundlegenden Zielsetzungen überein. Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe –nachfolgend Jugendhilfe*- sollen die Persönlichkeit junger Menschen stärken und sie zu eigenverantwortlichem Handeln sowie auf die Wahrnehmung von Aufgaben für die Gemeinschaft vorbereiten und hierzu befähigen. Beide Professionen leisten dabei mit ihren spezifischen Ressourcen und Kompetenzen einen wesentlichen Beitrag, um die Lebens- und Lernsituation von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern.

Grundlage der Arbeit beider Bereiche sind die Individualität und damit auch die unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse junger Menschen. Der Ansatz der Inklusion nimmt diese Vielfalt auf, wertschätzt sie und setzt sich eine Gesellschaft zum Ziel, in der jeder Mensch als Teil der Gemeinschaft (Klasse, Jugendgruppe) anerkannt und respektiert wird. Die Kooperation von Schule und Jugendhilfe muss diesen Gedanken aufgreifen und einen ressourcenorientierten Umgang mit Differenzen entwickeln. Damit nimmt die Kooperation nicht nur einzelne junge Menschen und deren Bedürfnisse und Probleme in den Blick, sondern richtet sich gleichermaßen an die Gesamtgruppe in der Gewissheit, dass die Unterschiedlichkeit der jungen Menschen maßgeblich dazu beitragen kann, Erfolgserlebnisse zu schaffen bzw. kritische Situationen gemeinschaftlich aufzufangen.

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KJR LSA beschließt Anforderungen für eine gute kommunale Jugendpolitik

Am Samstag, den 09. März 2019, kamen die Mitglieder des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA) zur 36. Mitgliederversammlung zusammen. Schwerpunkte des Tages waren neben Anträgen, u.a. zu den Themen „Jugendgerechter ÖPNV“ und „Nachhaltigkeit in der Jugend(verbands)arbeit“, die anstehenden Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt, im Rahmen dessen konkrete Forderungen an Politik und Verwaltung beschlossen wurden.

Anna Rether (Vorstandvorsitzende des KJR LSA) dazu: „Gute Jugendpolitik richtet sich an den Interessen von jungen Menschen vor Ort aus, bezieht die gesetzlichen Interessenvertretungen und Selbstorganisationen der Jugendverbände mit ein und macht nicht an Zuständigkeitsgrenzen halt. Eine gute Jugendpolitik vor Ort zu gestalten, heißt, Freiräume zu schaffen und Freizeitmöglichkeiten zu bieten, Rahmenbedingungen der Daseinsvorsorge und Bildung in den Blick zu nehmen, wie auch konkrete Probleme und Herausforderungen für junge Menschen zu identifizieren und anzugehen.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde unter Moderation von Tanja Rußack mit Ver-treter*innen von CDU (Tobias Krull), SPD (Andreas Stepphuhn), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Wolfgang Aldag), DIE LINKE (Kristin Heiß), Landkreistag Sachsen-Anhalt (Michael Struckmeier), Mi-nisterium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt (Isolde Hofmann), KKJR Mansfeld-Südharz (Anne Müller-Steglich), Landesjugendwerk der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (Nicole Krökel), bund evangelischer jugend mitteldeutschland (Rebekka Grotjohann) und der DGB-Jugend (Fabian Pfister) über jugendpolitische Anforderungen der kommunalen Ebenen diskutiert.

Zum Abschluss wurde von den Mitgliedsverbänden ein neuer Vorstand gewählt. Somit sind nach langer Zeit wieder alle sechs Vorstandsposten besetzt.

In den Vorstand gewählt wurden:

  • Anna Rether (Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
  • Fabian Pfister (DGB-Jugend Sachsen-Anhalt)
  • Tanja Rußack (djo Sachsen-Anhalt)
  • Nicole Krökel (Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.)
  • Anne-Kathrin Seiffert (SPORTJUGEND Sachsen-Anhalt)
  • Johannes Schmidt (SJD-Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt)

Beschlüsse der 36. Mitgliederversammlung

D01 Solidarität mit Fridays for Future – eine demokratische Bewegung muss unterstützt werden

M01 Resolution: Jugendverbände

M02 Gute Jugendpolitik für Sachsen-Anhalts Landkreise, Gemeinden und kreisfreien Städte, Prüfsteine zur Kommunalwahl

M04 ÖPNV

M05 Umweltbewusst und nachhaltig in die Zukunft

Alle Beschlüsse finden sich hier.

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Denkfabrik Jugendarbeit und Schule: Europa und Europawahlen.

Methodenworkshop für Multiplikator*innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Datum: 04. April 2019 von 13:15 bis 17:15 Uhr
Ort: Magdeburg

Im Mai 2019 findet in 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Europawahl statt. Ein überaus wichtiges Ereignis, welches jedoch im pädagogischen Rahmen schwer zu fassen ist und die Fachkräfte sowohl in Jugendarbeit als auch in Schule vor vielfältige Herausforderungen stellt. Die Themen Europa und Europawahl sind äußerst umfassend und vor allem für junge Menschen nicht einfach zu verstehen. Die Denkfabrik gibt vielfältige Anregungen und Vorschläge, um sich diesem Themenkomplex anzunähern, Wissen methodisch zu vermitteln und für junge Menschen greifbar zu machen. Gemeinsam nähern wir uns der Frage, wie wir mit jungen Menschen über Europa ins Gespräch kommen können und den Prozess der Meinungsbildung anregen. Neben den Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit möchten wir im Besonderen auch Lehrer*innen aus den verschiedensten Schulformen, Multiplikator*innen aus U18-Wahllokalen und alle Interessierten zu einem gemeinsamen Austausch einladen.

Der Teilnehmendenbeitrag beträgt 5 € und ist im Vorfeld der Veranstaltung zu entrichten. Anmeldungen sind ab sofort unter: http://kjrlsa.de/DF-Europa möglich.

Eine Anmeldung unter http://kjrlsa.de/DF-Europa ist ab sofort möglich.

Hinweis auf DF Jugendarbeit und Schule

vorläufiger Ablauf

Ankommen, Anmeldung, Begrüßung

Slot A: Argumente für Europa: Wie nähere ich mich als Pädagog*in/Multiplikator*in dem Thema Europa?

Daniel Adler (JEF)Daniel Adler (JEF)

Slot B: Mit jungen Menschen über Europa ins Gespräch kommen – aber wie? Methoden zur Vermittlung und Meinungsbildung

Daniel Adler (JEF) & N.N. (JEF)

Slot C: Europa mitgestalten
Die U18-Europawahl als Praxisbeispiel

Meike Achtel (Wahlort4 – KJR LSA)

Auswertung und Ausklang

Förderung

Die Denkfabrik wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt sowie das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

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Fachtagung: offene Jugendarbeit

Datum: 15. Mai 2019 Ort: HOT Alte Bude, Karl-Schmidt-Straße 12, 39104 Magdeburg

Gerade in der offenen Jugendarbeit sind Hauptamtliche in ihrem Alltag oft Einzelkämpfer*innen – Orte und Zeiten für kollegialen Austausch fehlen. Netzwerktreffen oder Gremiensitzungen können dieses aber nur zum Teil oder am Rande auffangen. Ausgangspunkt für die Fachtagung zur offenen Jugendarbeit war der Wunsch nach mehr Austausch. Mehr Austausch auf Ebene der Träger, aber vor allem für die in der offenen Arbeit tätigen Fachkräfte. Gemeinsam begeben wir uns mit der vorliegenden Fachtagung daher auf den Weg, einen solchen Austausch, auch trägerübergreifend, zu ermöglichen. Neben den Fachkräften der offenen Arbeit sind auch Studierende der sozialen Arbeit, Vertreterinnen von Trägern oder Politiker*innen von Landes- und kommunaler Ebene herzlich eingeladen, sich am gemeinsamen Austausch zu beteiligen, bei dem jedoch die konkrete Arbeit im Mittelpunkt steht.

Die Anmeldung ist ab sofort unter: http://kjrlsa.de/FT-offene-Arbeit möglich

geplanter Ablauf

10:00 Ankommen

10:30 Impuls und Diskussion

  • Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt (FH Magdeburg-Stendal) Offene Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt: Herausforderungen und Chancen
  • Im Anschluss: Lars Johansen (Kabarettist) und Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt im Dialog mit den Teilnehmenden

11:15 – 13:50 Workshops

  • WS 1: Spagat zwischen fachlichem Anspruch und Selbstausbeutung – Professionalität im Verhältnis von Nähe und Distanz
  • WS 2: Versteckte Kommunikation – Wahrnehmen, Thematisieren und Umgehen mit menschenverachtendem Verhalten im Alltag offener Arbeit
  • WS 3: Nun sag doch mal! – Mitbestimmung in der offenen Arbeit
  • WS 4: Mit dem Mitarbeiter*innentaxi unterwegs – Offene Arbeit in ländlichen Räumen
  • FORUM Offene Arbeit in Sachsen-Anhalt – Was sie leistet; was sie braucht -Diskussion mit Landespolitiker*innen (parallel zu den Workshops – aber abweichender Zeitraum11:15 – 12:45 )

14:00 Das wars – Wars das? – unterstützt durch Lars Johansen

14:30 Ende

Die Organisator*innen

Bei der Fachtagung hadelt es sich um eine Fachtagung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Landesjugendwerk der AWO, dem Internationalem Bund, dem Kinder- und Jugendpfarramt der EKM, der Johanniter Jugend Sachsen-Anhalt – Thüringen, dem Deutschen Roten Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt, dem Paritätischen Jugendwerk, der Hochschule Magdeburg-Stendal, Miteinander e.V. und der AG der KKJRe/SJRe.

Die Fachtagung wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt und durch das Engagement der beteiligten Träger und die zur Verfügung Stellung ihrer Ressorucen ermöglicht

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Landesweite Jugendhilfeplanung

Dass am 10. Dezember 2018 die Ergebnisse der landesweiten Jugendhilfeplanung im Bereich „Familie, Familienarbeit, Familienbildung“ vorgestellt werden konnten, war aus vielerlei Hinsicht einmalig. So handelte es sich bei der Vorstellung um die erste Vorstellung von Ergebnissen zu einem Teilplan, im Rahmen der landesweiten Jugendhilfeplanung, für Sachsen-Anhalt. Grundlage für diesen Teilplan war zudem ein umfassender und partizipativer Planungsprozess, der sowohl kommunale als auch landesweite Akteure mitgenommen hat und an dem durch die Familienbefragung und die Familiendialoge ganz konkret Familien gehört und somit beteiligt wurden. Die nun vorliegenden Empfehlungen sind ähnlich umfassend wie der Prozess an sich. So wird beispielsweise empfohlen konkrete Qualitätskriterien für die Familienbildung, Familienzentren und die Familienverbände zu entwickeln. Es werden Anregungen bezüglich einer künftigen Umstrukturierung der aktuellen Förderung ausgesprochen und Hinweise zur Verbesserung der Kommunikation von Angeboten benannt. Im Rahmen der weiteren Arbeit im Landesjugendhilfeausschuss gilt es nun, diese und andere Hinweise aufzugreifen und umzusetzen. Die Auswertung des Gesamtprozesses hat zudem deutlich gemacht, dass der Planungszeitraum eigentlich zu kurz war. Wünschenswert wäre daher, perspektivisch je nach Thema, 18 bzw. 24 Monate für den konkreten Planungsprozess zu haben. Die Idee für die Begleitung des Prozesses durch im Planungsfeld aktive Vertreter*innen der Landesebene sowie der Kommunen, der freien wie der öffentlichen Träger, hat sich ebenfalls bewährt. Auf ein solches Expertinnen-Gremium sollte auch zukünftig nicht verzichtet werden. Ebenfalls bewährt hat sich die externe Begleitung des Prozesses.

Der Abschlussbericht kann auf der Webseite des Landesjugendamtes heruntergeladen werden: landesweiten Jugendhilfeplanung für den Bereich Familie, Familienarbeit, Familienbildung

Steckbrief landesweite Jugendhilfeplanung 2017/2018

Thema Familie, Familienarbeit, Familienbildung
Vorbereitung 2. Halbjahr 2017
Planungszeitraum Januar 2018 bis Dezember 2018
Zur Verfügung stehende Mittel laut Einzelplan 05 des Landeshaushaltes 50.000 Euro im Jahr 2017
50.000 Euro im Jahr 2018
Beteiligung der Akteure der Familienarbeit
  • 15.02.2018 Auftaktveranstaltung
  • Bestanderhebung (Onlinefragebogen)
  • Dialogkonferenzen am 22.10.2018 in Halle (Saale), 25.10.2018 in Halberstadt, 29.10.2018 in Stendal, 30.10.2018 in Lutherstadt Wittenberg
  • 10.12.2018 Abschlussveranstaltung
Beteiligung der Familien
  • Familienbefragung (Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Halle (Saale), Salzlandkreis, Landkreis Stendal)
  • Familiendialoge (Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Halle (Saale), Salzlandkreis, Landkreis Stendal)
Steuerung/Begleitung
  • Bereichsarbeitsgruppe bestehend aus: Vertreter*innen des UA JHPL, des Landesjugendamtes, kommunale Jugendhilfeplaner*innen, Vertreter*innen der Familienzentren, Vertreter*innen der Familienverbände
  • Unterausschuss Jugendhilfeplanung
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Stark machen für einen guten Landeshaushalt

Den Beschluss des LJHA bzgl. der Bedarfe für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe des Landeshaushalt wurde für das Haushaltsjahr 2019 zum letzten Mal durch den Unterausschuss Jugendhilfeplanung vorbereitet und noch bis September begleitet. Schwerpunkte der Stellungnahme waren u. a.

  • die Berücksichtigung von tariflichen und inflationsbedingten Kostensteigerungen bei den Trägern,
  • die Ausgestaltung des Haushaltsverfahrens inkl. der Empfehlung zum Doppelhaushalt zurück zu kehren,
  • der Hinweis, dass die Fortführung der Schulsozialarbeit in den entsprechenden Einzelplan zusätzlich und nicht zu Lasten anderer Bereiche eingeplant werden muss.
  • Für den Jugendbereich setze die Stellungnahme einen Schwerpunkt im Bereich der Titelgruppe 61 (Jugendbildung/Sonstige Maßnahmen (Projekte)) und wies hier zum einen auf die mit Lotto-Toto-Mitteln zusammenhängenden Probleme in der Bewirtschaftung der Mittel, sowie den perspektivischen Mehrbedarf im Bereich der Jugendbildung, bedingt durch die neue Richtlinie, hin.

Im September beschloss der Landesjugendhilfeausschuss auf Anregung des Unterausschusses Jugendhilfeplanung die Gründung eines UA Finanzen. Grund für die Trennung der Aufgaben, war die Tatsache, dass der UA Jugendhilfeplanung, durch die Begleitung der unterschiedlichen Planungsprozesse auf Landesebene und insbesondere auf der nun gut angelaufenen Jugendhilfeplanung, bei einer gleichzeitigen Professionalisierung auch im Bereich Finanzen, nicht mehr beide Schwerpunkte abdecken konnte. Der UA Finanzen hat direkt seine Arbeit aufgenommen. Eine enge Zusammenarbeit beider Unterausschüsse, insbesondere die Aufnahme der finanzrelevanten Planungsergebnisse, ist im Einsetzungsbeschluss des UA Finanzen verankert und fest vorgesehen.