Monatsarchiv Mai 2019

VonInga

Jugendhilfeausschüsse: gemeinsam Jugendhilfe vor Ort gestalten

Termin: 11.09.2019 / Halle (Saale)

Zielgruppe: Mitglieder kommunaler Jugendhilfeausschüsse, Mitarbeiter*innen aus der Verwaltung insb. der Jugendämter, an der Arbeit der Jugendhilfeausschüsse Interessierte

Ziele: Der Jugendhilfeausschuss unterscheidet sich durch seine Rechte und Pflichten,aber auch durch seine Zusammensetzung und seine Möglichkeiten von allen anderen kommunalen Ausschüssen. Die Neubesetzung der Jugendhilfeausschüsse nach den Kommunalwahlen zum Anlass nehmend, will die Fortbildung hier ansetzen und gemeinsam mit neugewählten und „altgedienten“ Mitgliedern sowie allen Interessierten die Besonderheiten der Jugendhilfeausschussarbeit in den Blick nehmen.

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • Erarbeitung von Ideen und Hinweisen, wie durchdiegemeinsame Arbeit in denJugendhilfeausschüssendieRahmenbedingungen der Jugendhilfe so gestaltet werdenkönnen, dass sich die Lebensbedingungen junger Menschenverbessern.
  • Aufzeigen von Möglichkeiten, wie die Arbeit imJugendhilfeausschusseffektiv gestaltet und organisiert werdenkann.
  • Erweiterung und Festigung von Wissen insbesonderein Bezugauf die Rechte und Pflichten der Jugendhilfeausschüsse.Inhaltliche

Schwerpunkte: Im Rahmen von fachlichen Impulsen werden die Grundlagen der Arbeit im Jugendhilfeausschuss mit besonderem Blick auf die Rechte und Pflichten der Jugendhilfeausschüsse sowie dasZusammenspiel der verschiedenen Akteur*innen(kreisangehörige Städte und Gemeinden, Kreistag/Stadtrat, Jugendhilfeausschuss u.a.) thematisiert. Der Bezug zur eigenen Arbeit im Jugendhilfeausschuss erfolgt themenbezogen und soll u.a. Aspekte wie Sitzungsorganisation, rechtliche sowie politische Spielräume und Handlungsoptionen in den Blick nehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie kann die Arbeitim Jugendhilfeausschuss effektiv gestaltet werden? Was ist notwendig, um die Lebensbedingungen junger Menschen zu verbessern? Die Referent*innen werden unterstützt durch aktive Praktiker*innen aus Jugendhilfeausschüssen aus den Bereichen Politik, Verwaltung und freier Träger, die ihre Erfahrungen und Kenntnisse über die Ausschussarbeit in die Fachveranstaltung einbringen.

Hinweise:
DieseVeranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung vom Kinder-und Jugendring Sachsen-Anhalte.V. mit dem Landesjugendamt des Landes Sachsen-Anhalt.
Die Anmeldung erfolgt beim Landesjugendamt mit dem Anmeldeformular unter Angabe der Kursnummer KT 501/143.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Auskunft zu Inhalten:
Helgard HeineckeTel.: 0345/514-1647
E-Mail: Helgard.Heinecke@lvwa.sachsen-anhalt.de
Inga Wichmann Tel.: 0391/53539480
E-Mail: Inga.Wichmann@kjr-lsa.de

Auskunft zur Anmeldung/Organisation:
Kathrin StudeTel.: 0345/514-1640
E-Mail:fortbildung.landesjugendamt@lvwa.sachsen-anhalt.de

VonInga

85 Teilnehmende bei der Fachtagung: offene Jugendarbeit

Impuls von Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt

Die Fachtagung „offene Jugendarbeit“ die am 15.05. im KJH HOT-Alte Bude in Magdeburg/Bukau stattfand, war gut besucht. Insgesamt waren 85 Personen vor Ort – ursprünglich geplant waren 40. Diese lauschten zuerst dem fachlichen Impuls von Prof. Peter-Ulrich Wendt (Hochschule Magdeburg-Stendal) unter dem Thema: „Offene Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt: Herausforderungen und Chancen“. Seine Erkenntnisse und Ausführung untersetzte er zudem mit konkreten Beispielen aus der Praxis Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt nahm dabei z.B. Bezug auf eher quantitative statt qualitativ ausgerichtete Jugendhilfeplanung oder auf ungleiche Strukturen der Förderung der offenen Arbeit.

Workshop 4: Mit dem Mitarbeiter*innentaxi unterwegs: Offene Arbeit in ländlichen Räumen

Anschließend erfolgte der Fachaustausch in den unterschiedlichen thematischen Workshops. Hier ging es um versteckte Kommunikation, Partizipation in den Einrichtungen offener Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendarbeit im ländlichen Raum sowie den Spagat zwischen fachlichem Anspruch und Selbstausbeutung.

Intensiv diskutiert wurde ebenfalls im FORUM Offene Arbeit in Sachsen-Anhalt, was sie leistet, was sie braucht. An der Diskussion teil nahmen Tobias Krull (MdL CDU), Kristin Heiß (MdL DIE LINKE), Cornelia Lüddemann (MdL B90/DIE GRÜNEN) sowie Isolde Hofmann (Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration) und Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt (Hochschule Magdeburg-Stendal). Ausgehend vor der Frage: Was die Offene Kinder- und Jugendarbeit leistet kamen die Diskussionsteilnehmenden schnell auf die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen zu sprechen.

Teilnehmende am FORUM „Offene Arbeit in Sachsen-Anhalt – Was sie leistet; was sie braucht“

Die Fachkräfte schilderten dabei sehr eindrücklich ihre Arbeitssituation. Eine Fachkraft berichtete, dass ihr im Schnitt nur 8,5 Minuten pro Besucher*in des Jugendzentrums bleiben. Das Sozialpädagogische Arbeit unter diesen Voraussetzungen nur sehr schwer möglich ist, war allen deutlich. Diskutiert wurde daher auch über konkrete Lösungsansätze z.B. die Bindung der Landesförderung an fachliche Standards, die Einführung eines Flächenfaktors, die Berücksichtigung von Investitionskosten oder die Sensibilisierung von Politiker*innen jenseits der Fachpolitiker*innen z.B. den Finanzer*innen für die Bedarfe der offenen Arbeit.

Re­al­sa­ti­re von und mit Lars Johansen

Am Ende der Fachtagung stand eine guten und kurzweiligen Zusammenfassung des Vormittages von Lars Johansen – bei der die Teilnehmenden unter anderem gelernt haben, dass das mit den unterschiedlichen (Geld-)Töpfen alles nicht so ganz stimmen kann, denn auf dem Teller kommt es am Ende immer alles wieder zusammen. Das Schlusswort übernahm Fabian Pfister (Vorsitzender des KJR LSA) der die Tagung in die aktuell laufende jugendpolitischen Prozesse einordnete und einen kurzen Einblick in die darüber hinaus geplanten Aktivitäten des Rings und seiner Partner*innen gab.

Auch die Auswertung der Feebackbogen ergab ein deutliches Ergebnis. Auf die Frage: Sollten aus Ihrer Sicht weitere Fachtagungen speziell für Mitarbeiter*innen der offenen Jugendarbeit angeboten werden? Antworteten alle, die einen Bogen ausgefüllten, mit ja.

Weitere Bilder der Fachtagung

Bei der Fachtagung handelte es sich um eine Fachtagung des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V., der Internationaler Bund IB Mitte gGmbH, dem Deutschen Roten Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., der Evangelischen Jugend der EKM, Miteinander e.V. und der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Die Fachtagung wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt und durch das Engagement der beteiligten Träger und die Zurverfügungstellung ihrer Ressourcen ermöglicht

Fotos: Evangelische Jugend der EKM / KJR LSA

VonInga

gute kommunale Jugendpolitik

Im Rahmen der Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt entscheiden die Bürger*innen, darunter auch zahlreiche junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, über Vertreter*innen und Programme, die maßgeblich für die Gestaltung der Kommunalpolitik der nächsten fünf Jahre sein werden. Die sogenannte kommunale Ebene ist dabei in besonderem Maße der „Ort”, an dem junge Menschen aufwachsen, sich entwickeln, bilden und perspektivisch auch in die Ausbildung gehen und arbeiten werden. Um jungen Menschen in diesem Sinne gute Bedingungen zum Aufwachsen bieten zu können, braucht es eine gute Jugendpolitik in Kommunen, Landkreisen und Städten. Wir rufen daher dazu auf, folgende Anforderungen an eine gute Jugendpolitik auf kommunaler Ebene zu beachten und in die Diskussionen zur Kommunalwahl und in den nächsten fünf Jahren in die Kommunalpolitik in Sachsen-Anhalt einzubringen.

Als Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. haben wir uns im Vorfeld sowie auf unserer Mitgliederversammlung 2019 intensiv damit befasst was für eine gute kommunale Jugendpolitik wichtig ist. Aus den Ergebnissen ist eine Broschüre entstanden die wir euch hier zum Download bereit stellen.