Monatsarchiv März 2019

VonInga

Vereinbarung zur Kooperation von Schule und Jugendhilfe

zwischen dem Kultusministerium (MK), dem Ministerium für Arbeit und Soziales (MS) und dem Kinder- und Jugendring Sachsen- Anhalt e.V. (KJR LSA)

Präambel

Der gesetzliche Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule und die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe gemäß SGB VIII stimmen in ihren grundlegenden Zielsetzungen überein. Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe –nachfolgend Jugendhilfe*- sollen die Persönlichkeit junger Menschen stärken und sie zu eigenverantwortlichem Handeln sowie auf die Wahrnehmung von Aufgaben für die Gemeinschaft vorbereiten und hierzu befähigen. Beide Professionen leisten dabei mit ihren spezifischen Ressourcen und Kompetenzen einen wesentlichen Beitrag, um die Lebens- und Lernsituation von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern.

Grundlage der Arbeit beider Bereiche sind die Individualität und damit auch die unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse junger Menschen. Der Ansatz der Inklusion nimmt diese Vielfalt auf, wertschätzt sie und setzt sich eine Gesellschaft zum Ziel, in der jeder Mensch als Teil der Gemeinschaft (Klasse, Jugendgruppe) anerkannt und respektiert wird. Die Kooperation von Schule und Jugendhilfe muss diesen Gedanken aufgreifen und einen ressourcenorientierten Umgang mit Differenzen entwickeln. Damit nimmt die Kooperation nicht nur einzelne junge Menschen und deren Bedürfnisse und Probleme in den Blick, sondern richtet sich gleichermaßen an die Gesamtgruppe in der Gewissheit, dass die Unterschiedlichkeit der jungen Menschen maßgeblich dazu beitragen kann, Erfolgserlebnisse zu schaffen bzw. kritische Situationen gemeinschaftlich aufzufangen.

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VonInga

KJR LSA beschließt Anforderungen für eine gute kommunale Jugendpolitik

Am Samstag, den 09. März 2019, kamen die Mitglieder des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA) zur 36. Mitgliederversammlung zusammen. Schwerpunkte des Tages waren neben Anträgen, u.a. zu den Themen „Jugendgerechter ÖPNV“ und „Nachhaltigkeit in der Jugend(verbands)arbeit“, die anstehenden Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt, im Rahmen dessen konkrete Forderungen an Politik und Verwaltung beschlossen wurden.

Anna Rether (Vorstandvorsitzende des KJR LSA) dazu: „Gute Jugendpolitik richtet sich an den Interessen von jungen Menschen vor Ort aus, bezieht die gesetzlichen Interessenvertretungen und Selbstorganisationen der Jugendverbände mit ein und macht nicht an Zuständigkeitsgrenzen halt. Eine gute Jugendpolitik vor Ort zu gestalten, heißt, Freiräume zu schaffen und Freizeitmöglichkeiten zu bieten, Rahmenbedingungen der Daseinsvorsorge und Bildung in den Blick zu nehmen, wie auch konkrete Probleme und Herausforderungen für junge Menschen zu identifizieren und anzugehen.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde unter Moderation von Tanja Rußack mit Ver-treter*innen von CDU (Tobias Krull), SPD (Andreas Stepphuhn), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Wolfgang Aldag), DIE LINKE (Kristin Heiß), Landkreistag Sachsen-Anhalt (Michael Struckmeier), Mi-nisterium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt (Isolde Hofmann), KKJR Mansfeld-Südharz (Anne Müller-Steglich), Landesjugendwerk der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. (Nicole Krökel), bund evangelischer jugend mitteldeutschland (Rebekka Grotjohann) und der DGB-Jugend (Fabian Pfister) über jugendpolitische Anforderungen der kommunalen Ebenen diskutiert.

Zum Abschluss wurde von den Mitgliedsverbänden ein neuer Vorstand gewählt. Somit sind nach langer Zeit wieder alle sechs Vorstandsposten besetzt.

In den Vorstand gewählt wurden:

  • Anna Rether (Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
  • Fabian Pfister (DGB-Jugend Sachsen-Anhalt)
  • Tanja Rußack (djo Sachsen-Anhalt)
  • Nicole Krökel (Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.)
  • Anne-Kathrin Seiffert (SPORTJUGEND Sachsen-Anhalt)
  • Johannes Schmidt (SJD-Die Falken Landesverband Sachsen-Anhalt)

Beschlüsse der 36. Mitgliederversammlung

D01 Solidarität mit Fridays for Future – eine demokratische Bewegung muss unterstützt werden

M01 Resolution: Jugendverbände

M02 Gute Jugendpolitik für Sachsen-Anhalts Landkreise, Gemeinden und kreisfreien Städte, Prüfsteine zur Kommunalwahl

M04 ÖPNV

M05 Umweltbewusst und nachhaltig in die Zukunft

Alle Beschlüsse finden sich hier.

VonAnja

Sich selbst in den Facetten der Vielfalt kennenlernen

Unsere Gesellschaft ist vielfältig, verschiedenste Lebensentwürfe, Menschen unterschiedlicher Ethnien, Kulturen und Glaubenszugehörigkeit leben miteinander. 
Vielfalt zu fördern ist ein wesentliches Anliegen des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt e.V., indem sich die verschiedenen Jugendverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. Die Einforderung von Partizipation und Selbstbestimmung junger Menschen, ist im Wesentlichen auch eine Forderung nach Vielfalt. Die Summe der Vielfalt ist unsere Einheit, sie ist strukturgebend für unsere demokratische Grundordnung, denn wie sollte eine Demokratie funktionieren, wenn nicht vielfältige Interessen von vielfältigen Menschen vertreten werden?